FC Bayern: Deshalb droht Marc Roca das Aus

Der FC Bayern stärkt mit der Verpflichtung von Ryan Gravenberch seine Position im Mittelfeld. Das sind keine guten Nachrichten für Marc Roca, der einst als Nachfolger von Thiago bezeichnet wurde. Seine Zeit in München läuft ab.

Viel größer hätte die Herausforderung für Marc Roca beim FC Bayern nicht sein können. Nach dem Gewinn des Triples 2020 folgte der defensive Mittelfeldspieler Thiago an die Säbener Straße, der den Klub kurz zuvor in Richtung Liverpool verlassen hatte.

Sportdirektor Hasan Salihamidzic stellte bereits klar, dass Roca kein individueller Ersatz für den katalanischen Ballkünstler ist. Vom ehemaligen U21-Europameister hätten die Vereinsverantwortlichen allerdings mehr erwarten dürfen.

Roca spielt seit knapp zwei Jahren sporadisch für den FC Bayern. Der 25-Jährige bestritt in seinen ersten beiden Spielzeiten an der Isar nur 24 Pflichtspiele. Roca konnte weder bei Hansi Flick noch bei Julian Nagelsmann einen bleibenden Eindruck hinterlassen.

„Es ist eine Ehre für mich, mit ihm trainieren und spielen zu dürfen, das ist sehr wichtig für meine Entwicklung“, sagte der Spanier im Januar dem „Kicker“ über seinen Trainer. Nagelsmann selbst hat die sechs in der Vergangenheit immer wieder für ihre Einstellung gelobt. Allerdings hat der 34-Jährige keine wirkliche Verwendung für Roca.

Nächstes Mal Gravenberch-Kauf

Stattdessen soll die Zukunft im Mittelfeld Gravenberch gehören, der am Montag zugesagt hat. Die Übernahme des 20-jährigen Niederländers von Ajax in Amsterdam steht erneut am Coll de Roca.

Mit den beiden Stammkräften Joshua Kimmich und Leon Goretzka sowie Marcel Sabitzer und Gravenberch ist die Konkurrenz für Roca im Mittelfeld sehr groß: Daran ändert auch der Abgang von Corentin Tolisso nichts.

Spekulationen über einen möglichen Wechsel ins Katalanische nehmen seit einiger Zeit Fahrt auf. Nachdem Roca sich in den vergangenen Wochen immer wieder mit Eintracht Frankfurt, aber auch mit Betis Sevilla und AS Rom zusammengetan hat, ist Leeds United die aktuell prominenteste Führung.

Laut “Sky”-Reporter Florian Plettenberg hat der FC Bayern bereits eine Einigung mit dem englischen Erstligisten erzielt. Als Konsequenz fordert München eine Ablösesumme von zwölf Millionen Euro plus Bonuszahlungen.

Somit könnten die Weiß-Roten bei Roca sogar einen Transfer bekommen. Berichten zufolge hatte der FC Bayern für Roca im Jahr 2020 rund neun Millionen Euro an Espanyol Barcelona überwiesen.

Der FC Bayern München will Roca verkaufen

Bild-Reporter Tobias Altschäffl sagte kürzlich im Podcast „Bayern Insider“, Roca solle „für immer verschwinden“. Der FC Bayern wolle den Ersatz verkaufen, sagte er. Die Münchner sehen diesem Projekt „optimistisch“ entgegen.

Auch Roca zieht laut „Kicker“ trotz seines bis 2025 gültigen Vertrages eine Trennung vor. Es scheint sich also alles zu ändern.

Allerdings wird Roca sein Engagement beim FC Bayern wohl nicht als Zeitverschwendung in Erinnerung behalten. Er sei in München “ein viel vollständigerer Spieler” geworden, sagte der defensive Mittelfeldspieler im Februar den Medien des Klubs. Gut möglich, dass Roca sein erlerntes Können schon bald in Leeds zeigen kann.

Jannik Kube

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