150 Beschwerden eingegangen
Price Watcher weist auf Kraftstoffmargen hin
Die Benzin- und Dieselpreise in der Schweiz sind in den letzten Monaten massiv gestiegen. Grund genug für Preiswächter Stefan Meierhans, die Margen dieses Geschäfts genauer unter die Lupe zu nehmen.
Gepostet: 19:13 Uhr
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Aktualisiert: 8:06 Uhr
Preismonitor Stefan Meierhans erhält derzeit etwa 150 Reklamationen im Monat. Im Vergleich zum ersten Quartal des Vorjahres seien rund 50 Prozent mehr Beschwerden aus der Bevölkerung eingegangen. Benzin- und Dieselpreise standen ganz oben auf der Klageliste. Zudem seien die Medikamentenpreise einer der Dauerbrenner, sagte Meierhans im Gespräch mit den Zeitungen der CH Media Group.
Im Vergleich zu den hohen Inflationsraten in den USA und Europa ist die Situation in der Schweiz immer noch nicht dramatisch. Zugegeben, die Aussichten sind nicht sehr ermutigend. Doch die Schweiz sollte sich nicht vor Lieferungen fürchten.
Das Bundeskartellamt hat kürzlich mitgeteilt, dass es Hinweise darauf gibt, dass der Kraftstoffmarkt nur noch eingeschränkt funktioniert. Das sei bemerkenswert, sagte Meierhans in einem Interview.
In der Schweiz sind die Benzin- und Dieselpreise in letzter Zeit stärker gestiegen als die Rohölpreise. Und es gibt auch Zahlen, die zeigen, dass Raffinerien Rekordmargen erholen. Laut einer Umfrage aus dem Jahr 2019 haben Schweizer und norwegische Tankstellen mit 25 Cent bereits die höchsten Bruttomargen in Europa.
Laut Meierhans sollten staatsnahe Unternehmen Preissteigerungen dämpfen. Das Ziel von Bundesrat und Parlament ist es, die Menschen auf Bus und Bahn zu bringen. Teurere Tickets würden auch die Inflation anheizen. Stattdessen schlägt der Preismonitor vor, Abonnements flexibler zu gestalten. (SDA)
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