Europa schwitzt: 44 Grad in Spanien, 35,5 Grad in Basel

Die Hitzewelle rollt

Am Wochenende liegen die Temperaturen zwischen 32 und 36 Grad. Höchstwerte werden im Wallis und Basel erwartet. In Zürich und Thun kühlen sich die Menschen im Wasser ab.

17.06.2022

Es ist heiß und noch heißer: SRF Meteo geht davon aus, dass die lokalen Juni-Temperaturwerte an diesem Wochenende einbrechen könnten.

In der Schweiz wurden am Samstagnachmittag Temperaturen über 30 Grad gemessen. Die lokalen Wetterdienste rechneten am Wochenende mit neuen Rekordwerten für den Juni. Das war bereits am Freitag bei Biasca IT mit 36,6 Grad der Fall. Auch in Basel war es brütend heiß, das Thermometer zeigte 35,5 Grad.

Der bisherige Höchststand am Alpensüdhang wurde im Juni des Hitzesommers 2003 erreicht. Damals wurden in Grono im Bündner Misox 36,5 Grad gemessen, wie SRF Meteo am Samstag mitteilte. Eine Einordnung des Temperaturrekords in Biasca ist jedoch schwierig, da an der Messstelle erst seit September 2017 Daten vorliegen.

Allerdings erwarteten die Wetterdienste für das Wochenende auch andernorts neue Rekordwerte für den Juni. Darauf deuteten auch die aktuellen Werte vom frühen Samstagnachmittag hin. So wurden um 13.30 Uhr in Zion 33,1 Grad gemessen, in Basel-Binningen und Delsberg 33,0 Grad, berichtete Meteonews.

An diesem Wochenende wird es heiß. Sie müssen sich abkühlen, Sonnenhüte tragen und viel trinken.

Schlüssel Schlüssel

In Neuchâtel stieg die Quecksilbersäule auf 32,3 Grad. Allerdings wurden auch im Mittelland mehr als 30 Grad Hitze gemessen.

SRF Meteo erwartete für das Wochenende Höchstwerte von 36 oder gar 37 Grad im Raum Basel, dem unteren Aartal, dem Rhonetal oder dem Churer Rheintal. Frühere Juni-Rekorde waren beispielsweise 36,9 Grad in Basel (1947), 36,5 Grad in Koppigen BE (2019) und 36,4 Grad in Zion und Genf (2019 bzw. 1950).

Die Temperaturen bleiben zu Beginn der Woche hoch

Am Sonntag werden wieder Höchstwerte von 32 bis 36 Grad erwartet. In den Alpen weht auch Südwind. Laut SRF Meteo ist es daher nicht ausgeschlossen, dass am Sonntagnachmittag die 37-Grad-Marke erreicht wird. Dies wäre ein neuer Rekord für die Schweiz für den Monat Juni.

Gemäss MeteoSchweiz (Bundesamt für Meteorologie und Klimatologie) ist das Ende der Hitzewelle noch ungewiss. Bis Dienstagabend gilt im Unterland auf der Alpensüdseite, im Zentralwallis sowie in der West- und Nordwestschweiz eine Hitzewarnung der Stufe 3.

Grund für die Hitze ist laut SRF Meteo ein Tiefdruckgebiet vor der portugiesischen Atlantikküste. Auf den Azoren ist er seit Tagen ein Klassiker.

Hitze auch in Deutschland

Hohe Temperaturen haben auch in weiten Teilen Deutschlands viele Menschen ins Schwitzen gebracht und ins Freibad geführt. Auf der Internetseite des Deutschen Wetterdienstes (DWD) gab es am Samstag eine Hitzewarnung in einem Streifen von Saarbrücken bis zur Ostgrenze von Brandenburg und Sachsen.

Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach mahnte, auf ältere Menschen zu achten. Der SPD-Politiker schrieb auf Twitter: „Bitte achten Sie darauf, dass gerade ältere Menschen heute ausreichend trinken. Sie verspüren oft weniger Durst, als es ihrem Körper gut tut. Hitze und Flüssigkeitsmangel können auch dazu führen, dass wir auf ältere Menschen achten und darauf achten.“ Menschen mit Behinderungen.“ Auch das Robert Koch-Institut sprach von Hitze als Gesundheitsrisiko.

Bitte achten Sie darauf, dass gerade ältere Menschen heute ausreichend trinken. Sie fühlen sich oft weniger durstig als gut für ihren Körper ist. Hitze und Flüssigkeitsmangel können für ältere Menschen tödlich sein. Heute werden wir gebeten, auch auf ältere und behinderte Menschen zu achten https://t.co/L89sj6CjvW

-Prof. Karl Lauterbach (@Karl_Lauterbach) 18. Juni 2022

Nach einem verschwitzten Samstag in weiten Teilen Deutschlands mit zu erwartenden Höchsttemperaturen von bis zu 38 Grad im Südwesten wird die Sonntagnacht vielerorts kaum wirkliche Abkühlung bringen. Im hohen Norden wird nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes (DWD) mit teils heftigen Schauern oder Stürmen gerechnet, ansonsten bleibt es überwiegend trocken.

In einem Streifen von Südwestdeutschland bis nach Sachsen werden die Temperaturen in vielen Großstädten nicht unter 21 Grad sinken, ansonsten sind zwischen 19 und 12 Grad zu erwarten.

Hitzewelle in Frankreich: „Wirkliche Ausnahmesituation“

Auf dem Höhepunkt der Hitzewelle in Frankreich werden am Samstag Höchsttemperaturen von bis zu 43 Grad erwartet. Es sei davon auszugehen, dass absolute Hitzerekorde gebrochen würden, teilte der Wetterdienst Météo France mit. „Das ist eine echte Ausnahmesituation“, sagte er. Es wurden flächendeckend Temperaturen zwischen 35 und 39 Grad erwartet.

Im Zusammenhang mit der langanhaltenden schweren Dürre bestand eine hohe Waldbrandgefahr, und die Feuerwehr rückte immer wieder zum Brandherd in der Natur aus. Im südfranzösischen Departement Tarn brachen am Samstag nach Angaben der Präfektur nur drei Brände aus.

Spanien: Schlimmste Juni-Hitzewelle seit 1950

Spanien erlebt im Juni die schlimmste Hitzewelle seit 1950 mit lokalen Temperaturen von über 44 Grad. In Städten seien die Menschen am Samstag oft zu Springbrunnen, Eisdielen und klimatisierten Einkaufszentren gegangen, um sich abzukühlen, berichteten Medien.

In der Hauptstadt Madrid soll die Quecksilbersäule am Samstag auf 39 Grad steigen. Auf der Ferieninsel Mallorca wurden bis zu 37 Grad erwartet.

SDA / alias

jc, sda

Leave a Comment

Your email address will not be published. Required fields are marked *