Bereitschaft zum Ausstieg aus Öl und Gas hoch

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Der Ukrainekrieg hat auch die Diskussion um fossile Brennstoffe beim Heizen angeheizt. Österreichweit ist der Wunsch, von Öl und Gas auf erneuerbare Wärme umzusteigen, größer denn je. Das ergab eine repräsentative Umfrage der Umweltorganisation Greenpeace gemeinsam mit der ORF-Initiative Mutter Erde.

24.05.2022 19.29

Online ab heute, 19:29

Österreichweit wurden 2.000 Personen im Alter zwischen 16 und 69 Jahren zum Thema Heizen mit fossilen Brennstoffen befragt. Sein Fazit: Der Wille zum Ausstieg aus Öl und Gas sei groß: In Vorarlberg liege er bei 61 Prozent, in Österreich bereits bei 90 Prozent.

Nachfrage nach klimaneutralen Heizformen

Obwohl Vorarlberg mit 37 Prozent Anteil an fossilen Energieträgern beim Heizen knapp hinter Wien auf dem letzten Platz der Bundesliste liegt, liegt es mit einem Bombenanteil von 18 Prozent an der Spitze Österreichs.

Der Wunsch, Öl und Gas gegen eine klimaneutrale Heizform auszutauschen, ist massiv gewachsen. Die Energieberater des Energieinstituts Vorarlberg haben Mühe, mit der Vielzahl der Beratungsanfragen Schritt zu halten, berichtet Michael Braun vom Energieinstitut.

Der Wille zur Veränderung ist da, aber die Umsetzung gestaltet sich derzeit schwierig: „Auf der einen Seite sind die Unternehmen, die die Systeme installieren, die Installateure, sehr beschäftigt. Andererseits werden auch Lieferketten stark gestört“, sagt Braun.

Erfordernis der gesetzlichen Regelung

Die Umweltorganisation Greenpeace sieht eine klare gesetzliche Regelung, Gas- und Dieselheizungen notfalls auslaufen zu lassen. Gefordert wird beispielsweise die Abschaffung der Gasheizung im Jahr 2035 und der Dieselheizung im Jahr 2040. „Denn dann ist allen klar, dass wir jetzt wirklich auf erneuerbare Heizsysteme umsteigen müssen“, sagt Klima- und Energieexpertin Jasmin Duregger.

Braun und Duregger sind sich einig, dass es für einen erfolgreichen Ausstieg aus fossilen Brennstoffen im Wärmesektor ausreichender und leicht zu erhaltender Subventionen und einheitlich geregelter Rahmenbedingungen bedarf.

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