Anti-Atomwaffen-Konferenz: Expertentreffen in Wien Putin und Biden einigen sich auf Abrüstungsvertrag

Die Vision einer atomwaffenfreien Welt rückt an diesem Dienstag ein Stück näher: Knapp anderthalb Jahre nach Inkrafttreten des Atomwaffenverbotsvertrags (TPNW) treffen sich die Mitgliedsstaaten dieses Abkommens in Wien. für seinen ersten Vortrag. Um 9 Uhr sprechen Außenminister Alexander Schallenberg (ÖVP) und der Präsident des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz, Peter Maurer, in Zentralösterreich. Atommächte boykottieren UN-Konferenz.

Moderiert wird das dreitägige Treffen von Österreichs Top-Diplomat Alexander Kmentt. Formal dient er dazu, den Vertrag mit Leben zu füllen, etwa durch die Verabschiedung einer Geschäftsordnung. Der atomwaffenfreie Vertrag ist seit Jänner 2021 Teil des Völkerrechts. Er wurde von 86 Staaten unterzeichnet und von 62 ratifiziert. Österreich ist eine der treibenden Kräfte hinter dem Vertrag.

Atomwaffenverbotsvertrag in Kraft seit Januar 2021

Das Abkommen sieht ein vollständiges Verbot von Nuklearwaffen nach dem Vorbild biologischer oder chemischer Kampfstoffe vor. Die nuklearen Drohungen des russischen Aggressors Wladimir Putin im Ukrainekrieg scheinen jedoch das Argument der Atomwaffenbefürworter im Westen zu stützen, dass nukleare Abschreckung unerlässlich ist. Auch westliche Atommächte haben nach Angaben von Diplomaten massiven Druck auf ihre Verbündeten ausgeübt, von dem Abkommen Abstand zu nehmen. Daher gilt es als Erfolg, dass zwei Nato-Staaten, Deutschland und Norwegen, als Beobachter in Wien anwesend sind.

Im Vorfeld der UN-Konferenz veranstaltete das Außenministerium am Montag eine Expertenkonferenz zu den humanitären Auswirkungen von Atomwaffen. Die International Campaign for the Abolition of Nuclear Weapons (ICAN) hat am Wochenende eine eigene Expertenkonferenz in Wien abgehalten.

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