illwerke/vkw: strombonus für haushalte

Aufsichtsrat und Hauptversammlung der illwerke vkw AG haben am Freitagvormittag getagt und am Freitagnachmittag die Beschlüsse bekannt gegeben. Neben einer Sonderausschüttung in Höhe von 27 Millionen Euro wurde ein sozialverträglicher Strombonus für Haushaltskunden beschlossen.

Sozialbonus

„Allen unseren Haushaltskunden in Vorarlberg werden bei der nächsten Jahresrechnung automatisch die monatlichen Energiekosten eines durchschnittlichen Eigenheims von 40 Euro abgezogen“, erklärt Helmut Mennel: „Einkommensschwachen Haushalten, die vom GIS-Tarif befreit sind, werden 120 gutgeschrieben Euro. Für diesen Strombonus werden rund sechs Millionen Euro bereitgestellt.

Darüber hinaus will das Unternehmen Kunden, die Einsparungen gegenüber früheren Jahresabschlüssen erzielen, ab Herbst mit einer umfangreichen Energiesparaktion belohnen. Sie sollten mit Bargeld belohnt werden. Die Reduzierung des Verbrauchs ist eine wichtige Voraussetzung für die Energiewende.

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Sonderdividende im Land

Aus den Gewinnen des Energieversorgers Vorarlberg Illwerke / VKW 2021 erhält das Land Vorarlberg 54 Millionen Euro, davon 27 Millionen Euro als Sonderdividende. Die Mittel fließen in die Energiewende und Versorgungssicherheit.

Illwerke / VKW erzielten 2021 einen Umsatz von 917 Millionen Euro, die Eigenkapitalquote lag bei 73 Prozent.

„Unsere Gesellschaft steht vor großen Herausforderungen, wenn sie eine unabhängige und klimafreundliche Energiezukunft erreichen will“, sagte Finanzvorstand Christof Germann, der die Dringlichkeit von Investitionen in Wasserkraft, Photovoltaik und andere erneuerbare Energien betonte. Das macht das Energiesystem aber auch unberechenbarer. Sie trägt aber dazu bei, dass die Versorgungssicherheit trotz wachsendem Anteil erneuerbarer Energien gewährleistet bleibt.

Die Energiebilanz generiert Einnahmen

„Unsere Pumpspeicherkraftwerke sind in der Lage, Schwankungen zwischen Erzeugung und Verbrauch flexibel auszugleichen“, sagt Helmut Mennel, CTO illwerke vkw, der auch den Großteil seiner Einnahmen aus dieser Energieform generiert.

Von Endkunden wird fast nichts bezogen

„Nur so konnten wir im vergangenen Jahr einen Nachsteuergewinn von 136 Millionen Euro erwirtschaften“, erklärte Finanzvorstand Germann: „Die Belieferung der Endkunden nach Vorarlberg leistet derzeit keinen positiven Ergebnisbeitrag. Wir brauchen diese Förderkraft die Zukunft gestalten Bis 2030 werden wir zwei Milliarden Euro in den Bau und Erhalt unserer Anlagen investieren, das geplante Lünerseewerk II mit einem Projektvolumen von 2 Milliarden Euro mehr nicht eingerechnet“.

Sonderdividende im Land

Daher werden die Gewinne der illwerke vkw durch die Versorgungssicherheit und Projekte vor der Energiewende gebremst. Allerdings werden die Vorarlberger Haushalte und Vorarlberger Landeseigentümer erneut direkt vom positiven Ergebnis in Form einer Sonderdividende in Höhe von 27 Mio. € im Land profitieren. Damit gehen insgesamt 54 Millionen Euro an den Eigentümer.

„Die Illwerke vkw leisten einen wesentlichen Beitrag zur Verwirklichung der energiepolitischen Ambitionen Vorarlbergs, insbesondere zur Erreichung des ambitionierten Ziels der Energieautonomie“, sagt Landeshauptfrau Barbara Schöbi-Fink (ÖVP): „Ein Teil der Sonderdividende geht an das umfangreiche Anti-Inflationspaket, das wir diese Woche bereits vorgestellt haben. Darüber hinaus werden wir die zusätzlichen Mittel nutzen, um Projekte zur Energieautarkie anzukurbeln und einen Schwerpunkt auf Ökologisierung zu setzen.“

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