Ab 2023: Die Schweiz wurde My 20 Minutes in den UNO-Sicherheitsrat gewählt

Aktualisiert am 9. Juni 2022, 18:23 Uhr

Die Schweiz hat sich erfolgreich um eine zweijährige Amtszeit als Mitglied des UNO-Rates beworben. Der Antrag wurde am Donnerstag in New York mit 187 von 190 Stimmen angenommen.

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Mit 187 von 190 Stimmen ist die Schweiz am Donnerstag in den UNO-Sicherheitsrat gewählt worden.

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Die Abstimmung fand am Donnerstag in New York statt.

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Die SVP-Bundestagsfraktion hatte sich bis zuletzt gegen einen Beitritt der Schweiz ausgesprochen.

20 Minuten / Stefan Lanz

“Ein Plus für den Frieden”: Ein Plus für den Frieden: Mit diesem Slogan hat sich die Schweiz für die heutigen Wahlen zum UNO-Sicherheitsrat unter den anderen 192 UNO-Mitgliedern eingesetzt. Die Kandidatur der Schweiz wurde am Donnerstagabend (Schweizer Zeit) mit 187 Stimmen angenommen. Malta, Japan, Mosambik und Ecuador wurden in derselben Abstimmung ebenfalls in den Sicherheitsrat aufgenommen. Die Wahl am Donnerstag war für alle Kandidaten sicher, weil kein anderes Land offiziell kandidierte.

Das zweijährige Abonnement beginnt im nächsten Jahr

Der UN-Sicherheitsrat ist das einzige UN-Gremium, das befugt ist, völkerrechtlich verbindliche Resolutionen zu verabschieden. Sie wird von den fünf ständigen Mitgliedern USA, China, Russland, Großbritannien und Frankreich dominiert. Diese Länder haben ein Vetorecht und können jede Aktion blockieren.

Die anderen zehn nichtständigen Sitze werden von UN-Regionalgruppen geteilt. Dem afrikanischen Block stehen drei Sitze zu. Asien, die Gruppe der Länder in Lateinamerika und der Karibik und die Gruppe der Länder in Westeuropa und anderen Ländern haben jeweils zwei Sitze und einen in Osteuropa. Die nichtständige Mitgliedschaft ist auf zwei Jahre begrenzt.

Die SVP versuchte, eine Mitgliedschaft zu vermeiden

Die SVP hatte wiederholt versucht, eine Mitgliedschaft zu verhindern. Am Donnerstagmorgen übten SVP-Abgeordnete erneut deutliche Kritik an der Mitgliedschaft auf dem Bundesplatz: «Jetzt ist die Schweiz definitiv eine Kriegspartei», heisst es auf ihren Transparenten. SVP-Vertreter hatten den Antrag bereits im März in einer Sondersitzung im Parlament kritisiert. Das Eidgenössische Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) schreibt derweil, dass die Kandidatur “das Engagement der Schweiz für Frieden und Sicherheit bei der UNO und in der Welt fortsetzt”. Nach der Charta der Vereinten Nationen trägt der Sicherheitsrat „die Hauptverantwortung für die Wahrung des Weltfriedens und der internationalen Sicherheit“.

(dpa/fis)

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