Abdankung des Papstes: Laut Franziskus eine „völlig normale Option“

Abdankungsgerüchte

Der Papst schließt einen Rücktritt nicht aus

Stand: 14:11 Uhr | Lesezeit: 2 Minuten

Papst Franziskus entschuldigt sich für die Gewalt gegen indigene Kinder in Kanada

Papst Franziskus hat sich für den Missbrauch und die Gewalt gegen indigene Kinder und Jugendliche in Internaten der Church of Canada entschuldigt. Die erzwungene Eingliederung indigener Völker in die christliche Gesellschaft habe ihre Kultur zerstört und Familien auseinandergerissen, sagt Francis.

Papst Franziskus ist 85 Jahre alt, leidet an verschiedenen Krankheiten und findet es schwierig zu reisen. Nachdem sein Vorgänger mit seinem Rücktritt ein Tabu gebrochen hat, ranken sich entsprechende Gerüchte um Franziskus’ Abdankung. Er sagt: Das wäre “eine ganz normale Option”.

Papst Franziskus schließt einen Rücktritt als Oberhaupt der katholischen Kirche weiterhin nicht aus. „Die Tür steht offen. Das ist eine ganz normale Option“, sagte der 85-Jährige am Samstagabend auf dem Rückflug von seiner Kanada-Reise in Rom gegenüber Reportern. An einen Rücktritt denke er derzeit nicht, was aber nicht heisse, dass er nicht übermorgen starten könne, sagte er.

Auch Jorge Mario Bergoglio, wie Francis in der Zivilgesellschaft genannt wird, ging auf seinen Gesundheitszustand ein. In den letzten sechs Tagen war er nicht in der Lage, ein paar Schritte zu gehen und war die meiste Zeit an einen Rollstuhl gefesselt. Der Papst leidet seit langem an einer Knieverletzung. „Ich glaube nicht, dass ich mit dem gleichen Reisetempo weitermachen kann wie bisher. Wenn ich an mein Alter und meine Einschränkungen denke, muss ich es locker angehen“, sagte er.

Sein Knieproblem könnte mit einer Operation gelöst werden, aber Francis will sich nach seiner letzten Darmoperation vor etwas mehr als einem Jahr nicht noch einmal unters Messer legen. “Das ganze Problem ist die Anästhesie”, erklärte er. Dies hat beim letzten Mal bis heute Spuren hinterlassen. „Mit Narkose spielt man nicht“, sagte der 85-Jährige.

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Francis will nach eigenen Worten weiterreisen. Planen Sie sie einfach etwas kleiner. In Kanada besucht er seit Sonntag Ureinwohner, um um Vergebung für die Gewalt und den Missbrauch zu bitten, die sie als Kinder in kirchlichen Internaten erlitten haben.

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