Um das Risiko für die öffentliche Gesundheit einschätzen zu können, müssten auch offene Fragen zum Virus, zu den Infektionswegen und zum Symptomspektrum geklärt werden, sagte er.
Bisher ist eine Person an der Affenpocken-Infektion gestorben
In den letzten Jahren sind Affenpocken in einigen afrikanischen Ländern aufgetreten. Seit Mai nehmen Infektionen in anderen Ländern zu, hauptsächlich in Europa, die nichts mit Reisen nach Afrika zu tun haben.
Betroffen sind vor allem Männer mit gleichgeschlechtlichem Geschlechtsverkehr, die aufgrund ihres jungen Alters nicht mehr gegen Pocken geimpft wurden. Dieser Impfstoff schützt auch vor Affenpocken. Das Emergency Committee warnte vor einer Diskriminierung der betroffenen Gruppen, da dies die Bekämpfung der Affenpocken nur erschweren würde.
Laut WHO mussten nur wenige Patienten im Krankenhaus behandelt werden. Bisher wurde ein Todesfall gemeldet, dessen Immunsystem zum Zeitpunkt der Erkrankung bereits geschwächt war.
Was sind die Symptome von Affenpocken?
Zu den häufigsten Symptomen gehören:
- plötzliches Fieber
- starke Kopfschmerzen
- Rückenschmerzen, Halsschmerzen
- Husten
- oft auch geschwollene Lymphknoten
- Typisch ist auch ein typischer Pockenausschlag, der sich vom Gesicht bis zum Körper erstreckt.
Wie gefährlich sind Affenpocken?
Die in Europa und den USA zirkulierende Variante des Affenpockenvirus verursacht laut UKHSA meist nur leichte Symptome. Aber es kann schwerwiegende Folgen haben. Die auftretende westafrikanische Variante des Virus verursacht den Tod von etwa einem Prozent der Infizierten in Afrika.
Sind Komplikationen möglich?
„Leider ja“, schrieb die deutsche Virologin Sandra Ciesek kürzlich auf Twitter. Offene Hautläsionen könnten sich entzünden und mit Bakterien überinfiziert werden. Auch eine Augeninfektion mit anschließender Erblindung ist möglich. Selten kann auch eine Lungenentzündung auftreten.
Besonders gefährdet sind laut Virologe Ciesek Menschen mit einem eingeschränkten Immunsystem oder Menschen, die in mangelnder Hygiene leben. “In Afrika wurden zwischen einem und zehn Prozent der Todesfälle gemeldet.” Allerdings betont der Experte, dass sich diese Zahl nicht auf unsere Lebensumstände übertragen lässt.