Affenpocken in Deutschland: Lauterbach kündigt Isolation an: Länder „nehmen Lage ernst“

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Erstellung: 25.05.2022, 09:56

Von: Patrick Huljina

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Weitere Pockenfälle in Deutschland wurden bestätigt. Gesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) empfiehlt eine Quarantäne von mindestens drei Wochen. Der Newsticker.

  • Pocken: Inzwischen wurden mehrere Fälle in Deutschland gemeldet, darunter auch in Nordrhein-Westfalen und erneut in Bayern.
  • Gesundheitsminister Lauterbach und das RKI empfehlen eine Quarantäne von mindestens 21 Tagen.
  • RKI-Chef Wieler besteht darauf, enge Kontakte zu pflegen.

Update 25. Mai, 9.53 Uhr: Mit der Zunahme der Pockenfälle gibt es auch eine neue Impfdebatte. Was ist mit Schutz und Nebenwirkungen? Hier finden Sie alles, was Sie über die Pockenimpfung wissen müssen.

Affenpocken in Deutschland: Andere Krankheiten in Bayern – Hessen meldet den ersten Fall

Update vom 24. Mai, 20.05 Uhr: Auch Hessen hat seinen ersten nachgewiesenen Fall einer Affenpocken-Infektion. Das Wiesbadener Sozialministerium teilte mit, das Ergebnis sei vom Institut für Medizinische Virologie des Universitätsklinikums Frankfurt bestätigt worden. Der Infizierte begab sich mit den entsprechenden Symptomen in die Universitätsklinik. Alter und Geschlecht des Patienten wurden noch nicht mitgeteilt.

Update vom 24. Mai, 19 Uhr: In Bayern gibt es zwei weitere bestätigte Fälle von Pocken. Wie das Münchner Gesundheitsministerium mitteilte, sind die beiden Patienten kürzlich unabhängig voneinander von einer Auslandsreise in den Freistaat zurückgekehrt. Einer der beiden steht im Klinikum München Schwabing. Der andere Fall wurde aus dem Kreis Ansbach gemeldet, wo der Betroffene inzwischen ebenfalls isoliert ist.

Neue Fälle von Affenpocken in Deutschland bestätigt

Update vom 24. Mai, 16.55 Uhr: Mit Nordrhein-Westfalen meldet ein weiteres Bundesland Fälle von Affenpocken. Köln hat nach eigenen Angaben mehrere nachgewiesene Infektionen verzeichnet. Eine Sprecherin sagte: „Wir haben jetzt drei bestätigte Fälle und einen Verdachtsfall, bei denen der Ausgang des Verfahrens noch aussteht.“ Einer der drei bestätigten Fälle ist der am Vortag bekannt gewordene Verdachtsfall. Die vier Betroffenen befinden sich in häuslicher Quarantäne.

Update vom 24. Mai, 16.25 Uhr: Die Gesundheitsminister der Länder wollen gemeinsam mit Bundesregierung und Gesundheitsbehörden die Ausbreitung der Affenpocken in Deutschland verhindern. „Wir werden gemeinsam alle Vorkehrungen treffen, um einen weiteren Anstieg der Infektionen zu verhindern und den Ausbruch einzudämmen“, sagte die Vorsitzende der Gesundheitsministerkonferenz Petra Grimm-Benne (SPD).

„Dazu gehören auch die aktuellen Empfehlungen des Robert-Koch-Instituts (RKI) zu Isolation und Quarantäne. Diese sind maßgeblich für die Entscheidungen der Gesundheitsbehörden und sorgen für ein einheitliches Vorgehen auf nationaler Ebene“, sagt Grimm-Benne. Der Gesundheitsminister von Sachsen-Anhalt sagte: „Die aktuelle Lage ist keineswegs vergleichbar mit der Corona-Situation. Aber wir haben aus der Corona-Pandemie gelernt, zum Beispiel was Impfstoffstrukturen und -versorgung betrifft. Wir nehmen die aktuelle Situation ernst, obwohl es sie gibt.“ Derzeit gibt es in Deutschland weniger Fälle, und wir müssen rechtzeitig reagieren.

Auf einer Pressekonferenz ging Gesundheitsminister Karl Lauterbach auf Fälle von Pocken in Deutschland ein. © IMAGO / Chris Emil Janssen / Christian Ohde / Redaktion

Affenpocken: Bisher wurden der WHO mehr als 250 Fälle gemeldet

Update vom 24. Mai, 15.50 Uhr: In Großbritannien wurden bisher 56 Fälle von Pocken im aktuellen Ausbruch gemeldet. „Da sich dieses Virus durch engen physischen Kontakt verbreitet, fordern wir alle dringend auf, auf ungewöhnliche Ausbrüche oder Veränderungen zu achten“, sagte Susan Hopkins, Head of Health bei der UKHSA. Wie eine Sprecherin der dpa-Behörde erklärte, seien in Großbritannien bereits mehr als 1.000 Dosen des Pockenimpfstoffes Imvanex an Kontaktpersonen abgegeben worden. Es sind 3500 Dosen auf Lager.

Update 24. Mai, 15.40 Uhr: Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat bisher mehr als 250 Fälle von Pocken in 16 Ländern gemeldet. Allerdings betrifft diese Zahl bestätigter Infektionen und Verdachtsfälle nur Länder, in denen Affenpocken bisher nicht regelmäßig aufgetreten sind. Das erklärte WHO-Expertin Rosamund Lewis am Dienstag in Genf. „Dieser Ausbruch kann eingedämmt werden“, sagte er. Die aktuelle Zunahme der Fälle ist besorgniserregend, aber das Risiko für die Öffentlichkeit ist gering.

Monkeypox: Lauterbach empfiehlt mindestens 21 Tage Isolation und räumt Missverständnisse aus

Update vom 24. Mai, 13.28 Uhr: Die Pressekonferenz ist vorbei. Die aktuellen Fälle von Pocken beim Affen „sind nicht der Beginn einer neuen Pandemie“, sagte Lauterbach. Man dürfe die Situation aber nicht unterschätzen und „hart und schnell“ reagieren, um die Ausbreitung einzudämmen. Daher sollte für Infizierte generell eine angeordnete Quarantäne von mindestens 21 Tagen empfohlen werden. Auch enge Kontaktpersonen von Infizierten sollen für 21 Tage isoliert werden. Diese Empfehlung wurde in Zusammenarbeit mit dem RKI erstellt.

Lauterbach sagte auch, er habe bereits bis zu 40.000 Dosen eines in den USA bereits zugelassenen Affenpocken-Impfstoffs bestellt. Allerdings ist das Impfverfahren noch nicht abschließend geklärt.

Sowohl Lauterbach als auch Wieler stellten fest, dass Männer, die Sex mit Männern haben, derzeit die Risikogruppe seien. Das Virus könnte aber auch andere Personengruppen betreffen. Wieler erklärte, dass eine Infektion mit Affenpocken normalerweise durch engen Kontakt und kontaminierte Materialien möglich ist. Daher sei zur Eindämmung eine enge Kontaktverfolgung wichtig, so der RKI-Chef.

Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach hat eine Empfehlung zur Pockenquarantäne angekündigt. © Bernd von Jutrczenka / CDC / Uncredited / dpa (Redaktion)

Pockenimpfung in Deutschland: Impfung mit weit weniger Nebenwirkungen als die Pockenimpfung

Update vom 24. Mai, 13.15 Uhr: Lauterbach erklärte auf Nachfrage, dass bisher keine sogenannte Ringimpfung für den Infizierten geplant sei, sondern nur eine Option. Das Konzept kann für Infizierte in einem besonders gefährdeten Umfeld genutzt werden, um Menschen durch Impfungen besser zu schützen.

Lauterbach sollten Menschen, die gegen Pocken geimpft wurden, gut geschützt sein. Der normale Pockenimpfstoff sei “aber nicht zur Bekämpfung der Pocken geeignet”, sagte der Gesundheitsminister. Wieler stimmt zu und macht auf die Nebenwirkungen der Pockenimpfung aufmerksam. Die Pocken-Impfung habe weitaus weniger Nebenwirkungen, so der RKI-Chef.

Update vom 24. Mai, 13.10 Uhr: Dr. Präsident Klaus Reinhardt erklärte, er unterstütze die Empfehlungen zur 21-tägigen Quarantäne. Menschen könnten bis zu drei Wochen infiziert sein, ohne Symptome zu zeigen. Pocken sind bereits in der Vergangenheit aufgetreten. Bisher klang es immer nach einer erfolgreichen Eindämmung des Virus. „Es besteht eine gute Chance, dass es nicht zu einer Endemie kommt“, sagt Reinhardt.

Affenpocken in Deutschland: Lauterbach hat einen Impfstoff angefordert: Wieler besteht auf folgenden Kontakten

Update vom 24. Mai, 13.07 Uhr: Laut Wieler können die Affenpocken „durch engen Kontakt mit einer infizierten Person oder einem infizierten Tier übertragen werden“. Das Virus ist mit dem menschlichen Pockenvirus verwandt, aber es ist nicht das menschliche Pockenvirus, erklärte er. der Leiter des RKI.

Die Affenpocken-Krankheit „wird nicht leicht von Mensch zu Mensch übertragen“. Laut Wieler schätzt das ECDC das Risiko für die Allgemeinbevölkerung als gering ein. Die Risikogruppe sind derzeit Männer, die Sex mit Männern haben. In Deutschland werden weitere Fälle erwartet. Daher sei eine enge Kontaktverfolgung derzeit der „beste Schutz“.

Die meisten Infizierten in mehreren dem RKI bekannten Ländern hätten sich bei Großveranstaltungen infiziert, “die mit sexuellen Aktivitäten in Verbindung gebracht wurden”, sagte Wieler. Wenn beispielsweise ein ungewöhnlicher Hautausschlag auftritt und Affenpocken vermutet werden, sollten Sie sofort einen Arzt aufsuchen. RKI empfiehlt eine Isolierung bis zum Abfallen der Krusten, mindestens aber 21 Tage.

Update vom 24. Mai, 13.04 Uhr: RKI-Chef Lothar Wieler meldet sich nun zu Wort. Bisher sind 177 Fälle in 16 Ländern bekannt. Die meisten Infizierten haben keine Vorgeschichte von Reisen in Endemieländer. Die meisten von ihnen seien „Männer, die Sex mit Männern hatten“, sagt Wieler. Es ist eine „seltene Viruserkrankung“ und wird vermutlich von Nagetieren auf den Menschen übertragen, es handelt sich also um eine Zoonose.

Affenpocken in Deutschland: Lauterbach empfiehlt 21 Tage Quarantäne

Update vom 24. Mai, 13 Uhr: Es gibt einen Impfstoff, der gegen Affenpocken wirkt. Es solle mögliche Ringimpfungen “um die Kontakte der Infizierten geben”. „Wir haben 40.000 Dosen bestellt, der Impfstoff ist in den USA bereits zugelassen“, sagt Lauterbach. Noch ist nicht klar, wie geimpft werden soll, also ob alle Kontaktpersonen einer infizierten Person ebenfalls geimpft werden sollen. Lauterbach erklärte, er stehe sowohl mit dem RKI als auch mit der WHO in engem Kontakt. „Wir reagieren stark und schnell und wir werden nicht zulassen, dass sich die Reaktion verzögert.“

Update 24. Mai, 12:57 Uhr: Empfehlungen wurden gemeinsam mit dem RKI entwickelt. Daher sollten Infizierte mindestens 21 Tage und bis zur Beschwerdefreiheit isoliert werden. Auch enge Kontaktpersonen sollen laut Lauterbach für mindestens 21 Tage in Quarantäne.

Affenpocken in Deutschland: Lauterbach klärt drei Missverständnisse auf

Update vom 24. Mai, 12.52 Uhr: Die Pressekonferenz …

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