Affenpocken: Zwei neue Fälle, erste Kontakte in Quarantäne: Lauterbach will “hart reagieren”

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Erstellt: 25.05.2022, 04:49 Uhr

Von: Patrick Huljina

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Neue Fälle von Pocken in Deutschland werden bestätigt. Großbritannien entdeckt jeden Tag neue Infektionen, die WHO sieht Handlungsbedarf.

  • Affenpocken: Großbritannien meldet immer mehr Fälle.
  • Immer mehr Infektionen: Die WHO sieht „dringenden“ Handlungsbedarf.
  • Gesundheitsminister Lauterbach hat bereits Quarantäneempfehlungen und Eindämmungsmaßnahmen angekündigt.

Update vom 24. Mai, 12 Uhr: Gesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) hat bereits Maßnahmen zur Eindämmung des Affenpockenvirus angekündigt. Bei einer Pressekonferenz mit RKI-Chef Lothar Wieler am Dienstag werden erste Empfehlungen zu Isolation und Quarantäne erwartet.

Update vom 23. Mai, 17.25 Uhr: Mit Sachsen-Anhalt meldet ein weiteres Bundesland einen ersten Fall von Affenpocken. Nach Angaben des Sozialministeriums handelte es sich um einen Mann aus dem Jerichower Land. Nach einer Reise klagte er, dass die Infektion durch einen PCR-Test festgestellt worden sei. Das zuständige Gesundheitsamt ordnete häusliche Isolation an.

Update 23. Mai, 16.45 Uhr: Nach dem ersten Pockenfall in München befinden sich nach Angaben des bayerischen Gesundheitsministeriums vier enge Kontaktpersonen des Patienten in Quarantäne. Ein Sprecher sagte am Montagnachmittag, dass dem Ministerium keine weiteren bestätigten Fälle von Pocken oder Verdachtsfälle gemeldet worden seien.

Der 26-jährige brasilianische Patient wird derzeit in einem Isolierzimmer im Krankenhaus Schwabing behandelt. Der Mann war zuvor in Düsseldorf und Frankfurt am Main. Die Stadt Düsseldorf teilte mit, das Gesundheitsamt München habe rekonstruiert, dass der Patient vor der eigentlichen Ansteckung mit den Affenpocken in Düsseldorf gewesen sei. Daher habe er sich erst bei einem Zwischenstopp auf dem Weg nach München angesteckt.

Affenpocken in Deutschland: Erster bestätigter Fall in Baden-Württemberg

Update vom 23. Mai um 16.25 Uhr: Der erste Fall von Pocken wurde nun auch in Baden-Württemberg nachgewiesen. Wie das Stuttgarter Gesundheitsministerium am Montag (23. Mai) mitteilte, wird seit Sonntagabend ein Patient aus dem Ortenaukreis mit einer entsprechenden Infektion als Patient in der Universitätsklinik Freiburg behandelt. Damit steigt die Zahl der bestätigten Fälle in Deutschland auf insgesamt fünf.

Affenpocken in Deutschland: Lauterbach spricht Quarantäne-Empfehlung aus

Update vom 23. Mai, 14.26 Uhr: Nach den ersten Pockenfällen in Deutschland werden nach Angaben von Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach Eindämmungsmaßnahmen vorbereitet. Gemeinsam mit dem RKI würden derzeit Empfehlungen zu Isolation und Quarantäne erarbeitet, sagte der Gesundheitsminister am Montag am Rande der Weltgesundheitsversammlung in Genf. Gehe davon aus, dass sie bereits an diesem Dienstag (24. Mai) präsentiert werden könnten.

Außerdem werde geprüft, “ob wir Impfempfehlungen für besonders gefährdete Personen abgeben müssen”, erklärte Lauterbach. Dies ist noch nicht geklärt. Dazu gehört auch die Überprüfung auf Impfstoffe und wenn ja, wo. Sie haben bereits einen Hersteller kontaktiert, der Impfstoffe speziell gegen Affenpocken herstellt. Lauterbach betonte, dass die Impfung der Allgemeinbevölkerung hier nicht diskutiert werde.

Gesundheitsminister Karl Lauterbach hat eine Quarantäne-Empfehlung für Pockenfälle in Deutschland angekündigt. © Bernd von Jutrczenka/CDC/Brian WJ Mahy/dpa (Bildarchiv/Redaktion)

Der Gesundheitsminister sprach sich für starke internationale Zurückhaltung aus. Der weltweite Ausbruch ist so ungewöhnlich, dass Bedenken bestehen, ob er wie frühere Affenpockenausbrüche verlaufen wird. Verändert habe sich eher die Art der Ausbreitung, „daher müssen wir jetzt schnell und stark reagieren, um einen weltweiten Ausbruch wieder einzudämmen“, forderte Lauterbach.

Virologin Sandra Ciesek teilte via Twitter ihre Einschätzung zum aktuellen Pockenausbruch des Affen.

Affenpocken: Großbritannien empfiehlt Quarantäne: drei Wochen Isolation

Update vom 23. Mai, 11.30 Uhr: In Großbritannien werden derzeit Fälle von Pocken durch den „Everyday More“-Affen entdeckt. Das teilte die Leiterin der Gesundheitsbehörde des UKHSA, Susan Hopkins, am Wochenende mit. Die Behörde empfiehlt nun dreiundvierzig Wochen für enge Kontakte von Menschen, die mit Affenpocken infiziert sind.

Laut einer Erklärung der UKHSA vom Montag (23. Mai) wird davon ausgegangen, dass diejenigen, die im selben Haushalt mit einer erkrankten Person leben, mit hoher Wahrscheinlichkeit Sex mit der Person hatten oder ihre Bettwäsche gewechselt haben, ohne sich umzuziehen. infiziert. Daher sollte diese Gruppe zusätzlich zur Quarantäneempfehlung eine Pockenimpfung erhalten. Insbesondere der Kontakt zu Schwangeren, Kindern unter 12 Jahren und Menschen mit geschwächtem Immunsystem solle vermieden werden, so die Behörde weiter.

In Deutschland gibt es noch keine generellen Empfehlungen für Kontaktpersonen bei Affenpocken. Derzeit arbeite man aber daran, teilte das Robert-Koch-Institut auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mit. Allerdings könnten die Gesundheitsämter laut einer Sprecherin nun jederzeit Isolation und Quarantäne anordnen.

Affenpocken in Deutschland: Vierter Fall bestätigt

Update 23. Mai, 10.35 Uhr: Die Zahl der Fälle von Affenpocken steigt weiter an. Das Bundesgesundheitsministerium rechnet mit einem erneuten Anstieg der Infektionen in Deutschland. „Aufgrund der vielfältigen Kontakte der aktuell Infizierten ist in Europa und auch in Deutschland mit weiteren Erkrankungen zu rechnen“, heißt es in einem Bericht des Gesundheitsausschusses des Bundestags.

In Deutschland gibt es mit Stand Sonntagnachmittag (22. Mai) nun vier bestätigte Infektions- und Krankheitsfälle: einen in München und drei in Berlin. Proben von anderen Personen werden abgeklärt. Ansprechpartner werden identifiziert.

Inzwischen wurden vier Pockenfälle in Deutschland bestätigt. © Peter Kneffel / Sanitätsdienst Bundeswehr / Essbauer / dpa (Bildarchiv / Redaktion)

Pockenfälle in Deutschland und Europa: “Tendenz steigend”

„Es ist jetzt ein internationales Ereignis“, sagte das Ministerium in einer Erklärung. Diese liegt der Deutschen Presse-Agentur vor. In vielen Ländern seien mehr als 130 bestätigte und vermutete Fälle festgestellt worden, “und die Tendenz steigt täglich”. Bisher wurde die mildeste Variante der westafrikanischen Affenpocken bei Infektionen in Europa nachgewiesen, aber es gibt noch weitere Genomanalysen.

„Wahrscheinlich schützt eine Pockenimpfung auch vor Affenpocken“, erklärt das Gesundheitsministerium mit Verweis auf die Risikobewertung des Robert-Koch-Instituts (RKI). Dementsprechend wird derzeit ein Risiko für die Gesundheit der Allgemeinbevölkerung in Deutschland als gering eingeschätzt. Pocken können normalerweise leichte Symptome wie Fieber, Kopfschmerzen, Muskelschmerzen und Hautausschlag verursachen. Eine Krankheit kann aber auch schwerwiegende Folgen haben.

Pockenfälle in Deutschland und Europa: UN-Organisation befürchtet Stigmatisierung

Update vom 22. Mai, 21.40 Uhr: Die Vereinten Nationen haben einige Berichte und Kommentare zu Fällen von Pocken beim Affen als homophob und rassistisch kritisiert. Die Organisation warnte am Sonntag, dass die Stigmatisierung der Virusinfektion “den Kampf gegen die Epidemie schnell untergraben” könne.

Ein Großteil der bisher bestätigten Pockenfälle betrifft vor allem Männer, die Sex mit dem gleichen Geschlecht haben. Die Krankheit könne aber durch engen Kontakt mit einer infizierten Person und „also jedem“ übertragen werden. Die UN-Agentur befürchtet, dass Stigmatisierung und Vorwürfe schnell die wissenschaftlich fundierten Bemühungen und Beweise zur Bekämpfung der Krankheit beeinträchtigen könnten. Rassistische oder homophobe Angriffe „erzeugen einen Kreislauf der Angst“. Dies führt dazu, dass die Menschen Gesundheitszentren meiden, was es schwierig macht, die Ausbreitung zu begrenzen, sagte Unidas.

Affenpocken in Deutschland und Europa: „Jeden Tag mehr Fälle“ in Großbritannien

Erstmeldung am 22. Mai: London – Die Affenpocken scheinen sich immer weiter auszubreiten. Am Samstag, 21. Mai, meldete die Weltgesundheitsorganisation (WHO) etwa 90 bestätigte Infektionen und 30 Verdachtsfälle in Ländern, in denen das Virus nicht normal vorkommt. Auch in Deutschland wurden drei Fälle von Pocken bestätigt: einer in München und zwei in Berlin. Experten rechnen mit weiteren Infektionen. In Großbritannien steigen die Fallzahlen täglich.

Bis heute wurden 20 Fälle von Pocken im Vereinigten Königreich gemeldet. „Wir entdecken jeden Tag mehr Fälle und ich möchte allen Menschen danken, die zum Testen in die Kliniken für sexuelle Gesundheit, Hausärzte und Notaufnahmen kommen“, sagte die Gesundheitsdirektorin des UKHSA, Susan Hopkins, am Sonntag der BBC (22. Mai). . . Seine Behörde werde am Montag (23. Mai) neue Zahlen veröffentlichen, kündigte er an.

Das Affenpockenvirus werde hauptsächlich in städtische Gebiete übertragen, wobei keine Fälle eine Verbindung zu West- oder Zentralafrika zeigten, wo die Infektion ansonsten beobachtet werde, sagte Hopkins. Laut WHO sind derzeit hauptsächlich, aber nicht ausschließlich Männer des gleichen Geschlechts betroffen. “Wir empfehlen jedem, der regelmäßig das Geschlecht wechselt oder in engem Kontakt mit unbekannten Personen steht, bei Hautausschlag anzurufen”, sagte der Brite …

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