AK: Essig und Öl sind deutlich teurer geworden

Essig und Öl sind vor allem im Budget-Segment deutlich teurer geworden. Das geht aus einem aktuellen Inflationsmonitor der Arbeiterkammer (AK) hervor. Billiges Sonnenblumenöl beispielsweise kostet 72 Prozent mehr als noch vor einem Jahr. Die AK fordert eine vorübergehende Senkung der Lebensmittelumsatzsteuer.

03.08.2022 10.50

Ab heute, 10.50 Uhr online

Wer Wurst in Essig und Öl legt, muss für diese beiden Lebensmittel nun mehr bezahlen. Der aktuelle AK-Inflationscheck hat ergeben, dass billiges Sonnenblumenöl im Jahresvergleich (Juni 2021 bis Juni 2022) 72 Prozent mehr kostet und Essig einen durchschnittlichen Preisanstieg von 25 Prozent aufweist, so die AK in einer Ausgabe .

Erhöhung des Sonnenblumenölpreises um bis zu 72 Prozent

Die Preise wurden von sieben Supermärkten und Discountern erhoben. (Billa, Billa Plus, Spar Interspar, Hofer Lidl und Penny). Billiges Sonnenblumenöl (1 Liter) kostete im Juni 2021 durchschnittlich 1,19 Euro, im Juni 2022 bis zu 2,05 Euro, sagt AK-Verbraucheranwältin Gabriele Zgubic: „Oft ist das ein großes Problem, neben den stark gestiegenen Preisen , es gibt billigere Eigenmarken im Handel, einige sind nicht verfügbar, und Verbraucher müssen auf noch teurere Produkte zurückgreifen. nach Zgubic.

AK fordert reduzierte Lebensmittelumsatzsteuer

Das Antiinflationspaket der Regierung sei positiv, aber es fehle an wichtigen Maßnahmen, um die Preise zu senken, sagte Zgubic. Aus Sicht der AK wäre daher eine vorübergehende Senkung der Lebensmittelumsatzsteuer in Zeiten massiver Inflation eine große Entlastung für einkommensschwache Haushalte.

Zwar profitieren auch alle anderen Haushalte von dieser Kürzung, doch je mehr Geld zur Verfügung steht, desto geringer ist der Anteil der Lebensmittel an den Gesamtausgaben. Einkommensschwache Haushalte würden demnach mehr als doppelt so stark von einer Senkung der Lebensmittelumsatzsteuer entlastet wie Besserverdienende, so die AK. Darüber hinaus ist eine strenge Überwachung erforderlich, um sicherzustellen, dass Preissenkungen tatsächlich beim Verbraucher ankommen.

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