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WIEN (dpa-AFX) – Die Wiener Börse hat am Freitag den Handel mit Kursgewinnen abgeschlossen. Der österreichische Leitindex ATX schloss 0,83 % höher bei 3370,21 Einheiten, der breitere ATX Prime stieg um 0,79 % auf 1693,18 Punkte.
Ab Mittag handelten die Wiener Indizes mit einer Seitwärtsbewegung in einer engen Spanne; selbst der amerikanische Arbeitsmarktbericht am Nachmittag sorgte nicht für große Schwingungen. Auf der anderen Seite fielen die restlichen europäischen Einkaufszentren nach US-Daten.
Im Mai wurden mehr Stellen geschaffen als erwartet. Im vergangenen Monat haben Unternehmen 390.000 neue Stellen geschaffen, wovon nur 325.000 befragte Ökonomen rechnen. Die separat ermittelte Arbeitslosenquote blieb im Mai bei 3,6 Prozent gegenüber dem Vormonat, ein Niveau, das im Rahmen des zentralen Beschäftigungsziels der Fed liegen dürfte.
„Der US-Arbeitsmarkt ist in vollem Gange“, sagte Chefökonom Thomas Gitzel von der VP Bank. Die US-Notenbank dürfte sich nun in ihrem Kurs bestätigt fühlen. „Die Fed wird bedeutendere Zinserhöhungen vornehmen. Wie Fed-Vizepräsident Brainard kürzlich betonte, würde die Fed nur dann langsamere Zinserhöhungen vornehmen, wenn es deutliche Anzeichen einer Verlangsamung gibt. Dies gilt nicht für die Fed. Labour Markt“, sagte er. Commerzbank.
Angesichts einer Inflationsrate von 8,3 Prozent hat die Federal Reserve Anfang Mai die stärkste Zinserhöhung seit 22 Jahren vorgenommen und den Leitzins um einen halben Punkt auf eine neue Spanne von 0,75 bis 1,0 Prozent angehoben. Fed-Chef Jerome Powell hat für die Sitzungen im Juni und Juli Anstiege in der gleichen Größenordnung vermerkt.
In Wien blieben die Unternehmensnachrichten zum Wochenschluss spärlich, dafür gab es am Vorabend Neuigkeiten von der OMV. Die Agrofert-Gruppe des Milliardärs und ehemaligen tschechischen Ministerpräsidenten Andrej Babis will 810 Millionen Euro für die Düngemittelsparte der OMV-Borealis-Tochter zahlen.
Darüber hinaus gab die OMV bekannt, dass der Börsengang des Kunststoff-Joint-Ventures der OMV-Tochter Borealis und des staatlichen Ölkonzerns Abu Dhabi National Oil Company (Adnoc), Borouge, am Freitag mehr als 2 Milliarden Dollar in die Kassen brachte. Die Nachfrage nach den in Abu Dhabi notierten Aktien sei riesig, das Angebot sei im Vorfeld 42-fach überzeichnet gewesen, teilten Borealis und OMV vor dem Wochenende mit. Die Aktien der OMV legten am Wochenende um 2,1 Prozent zu.
Die Stimme eines Analysten erreichte Strabag. Die Aktienexperten von Raiffeisen Research (RFR) haben nach Vorlage der Zahlen für das erste Quartal ihre Kaufempfehlung und das Kursziel von 51,50 € für die Bauherrenaktie bestätigt. Die Strabag-Aktie schloss die Handelszeit mit einem Plus von 1,2 % bei 42,45 Euro.
Auch die RFR-Analysten haben sowohl die Kaufempfehlung als auch das 12-Monats-Kursziel von 66 Euro für die BAWAG bestätigt. Der verantwortliche Experte Jovan Sikimic weist auf die positiven Ertragsaussichten der Bank und das hervorragende Kostenmanagement des Instituts hin. Die Aktie der BAWAG stieg um 0,4 Prozent auf 48,32 Euro. Die Kollegen der Erste Group legten um 1,3 Prozent zu, während die Raiffeisen Bank International um 1,9 Prozent nachgab./kat/ste/APA/men