Der Aktienkurs steigt. Zoom übertrifft die Erwartungen
24.05.2022, 00:08
Während Videokonferenzen in der Corona-Pandemie zu einem Massenphänomen werden, gehen die Verkäufe von Zoom durch die Decke. Jetzt hat sich das Wachstum wieder normalisiert. Die Zahlen für das erste Quartal sind jedoch besser als von Analysten erwartet.
Der Videokonferenzdienst Zoom entwickelte sich Anfang dieses Jahres besser als erwartet und überzeugte die Anleger mit einem positiven Ausblick. Für das laufende Geschäftsquartal gab das Unternehmen nach US-Börsenschluss einen Umsatz von bis zu 1,22 Mrd. $ (1,05 Mrd. €) bekannt. Zoom hat die Prognosen der Analysten leicht übertroffen. Darüber hinaus hat das Unternehmen aus San Jose seine Gewinnziele für das Gesamtjahr deutlich angehoben.
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Aktien reagierten nach Stunden mit einem Kurssprung von rund 15 Prozent. Allerdings hat es in den letzten Monaten auch stark gelitten: Seit Jahresbeginn ist der Kurs um mehr als 50 Prozent gefallen. Zoom hatte während der Corona-Krise ein rasantes Wachstum erlebt und stark vom Trend zu Videokonferenzen und Homeoffice profitiert. Das Ende des Booms versucht das Unternehmen mit neuen Produkten zu dämpfen und konzentriert sich dabei vor allem auf Firmenkunden. Bisher ist dies mit bescheidenem Erfolg gelungen. Der Markt ist wettbewerbsintensiv und Zoom sieht sich einer starken Konkurrenz durch WebEx von Cisco, Slack von Salesforce, Microsoft Teams und Google Meet ausgesetzt.
Im letzten Geschäftsquartal stieg der Umsatz gegenüber dem Vorjahr um zwölf Prozent auf 1,07 Milliarden Dollar. Dies stellt das schwächste Wachstum seit dem Börsengang im Jahr 2019 dar. Das Endergebnis ist, dass das Unternehmen in den drei Monaten bis April 113,6 Millionen US-Dollar verdient hat, die Hälfte dessen, was es vor einem Jahr war. Gründe waren die hohen Anschaffungs- und Betriebskosten sowie der Wertverlust strategischer Investitionen.