Alaba ebnet Real den Weg in den Supercup

Alaba traf in der 37. Minute mit einer Ecke, als der Wiener den Ball nach Casemiros Kopfball aus vier Metern über die Linie zur Führung drückte. Torschütze Karim Benzema trat in der 65. Minute für den spanischen Meister an.

Für den 30-jährigen österreichischen Abwehrspieler war es das vierte Tor des Generals im Gewand der „Königlichen“ und nach zwei Triumphen mit den Bayern (2013 und 2020) der dritte Sieg im Supercup, für Real der fünfte Super Pokalerfolg in acht Endspielen.

Glückliche Österreicher

„Natürlich war es unser Ziel, hierher zu kommen und erfolgreich zu sein. Wir sind sehr glücklich, dass uns das gelungen ist“, sagte Alaba in einem Fernsehinterview. „Heute haben wir uns wieder getroffen, das kommt nicht so oft vor und ist umso schöner. Wir sind auf einem guten Weg, damit wir in die neue Saison starten können.“

Reuters/Kai Pfaffenbach Das Heben von Trophäen ist jetzt Teil des Fitnessprogramms von Real Madrid

Trotz der Niederlage zeigte sich Frankfurts Trainer Glasner nicht allzu enttäuscht: „Ich denke, wir haben uns dagegen gewehrt. Real hatte natürlich noch die ein oder andere Chance, aber wir haben bis zum Schluss alles versucht. Ich bin sehr zufrieden und stolz auf unsere Leistung.“ . Die Realität war besser, das muss man zugeben. Es reicht nicht, dass wir bei dem einen oder anderen zu viele Fehler gemacht haben. Die Art und Weise, wie wir aufgetreten sind, lässt mich positiv in die Zukunft blicken und gibt mir viel Selbstvertrauen.“

Auch als Zuschauer ist Hinteregger zufrieden

Glasner hat nach dem verheerenden 1:6-Auftakt der Bundesliga gegen den FC Bayern München seinen zweiten Titel mit Frankfurt verpasst. Oberösterreich stellte fast dieselbe Startelf auf, die im Mai im Finale gegen die Glasgow Rangers im Elfmeterschießen triumphierte. Lediglich Filip Kostic fehlte, der 29-jährige Außenstürmer steht kurz vor einem Wechsel von Turin zu Juventus Turin.

Ex-Nationalspieler Martin Hinteregger, der im Sommer seine Karriere beendete, drückte auf der Tribüne die Daumen. „Das wäre ein Spiel für ihn, wo er sich mit Karim Benzema intern prügeln könnte“, sagte Glasner, der seinen ehemaligen Schützling mit einem Augenzwinkern zur Rückkehr bewegen wollte.

AP/Sergei Grits Frankfurts Trainer Oliver Glasner versuchte, sein Team von der Seitenlinie zum Sieg zu führen

“Aber er sagte, er sei nicht mehr in Topform, er sei noch gut genug für ein Elfmeterschießen.” Hinteregger spielt nun als Stürmer für die SGA Sirnitz in der fünften Liga. „Natürlich kitzelt es, aber im Moment bin ich sehr zufrieden“, betonte der 29-Jährige im Fernsehen.

Chancen auf beiden Seiten

In der Innenverteidigung agierte Alaba wie gewohnt, Chelsea-Neuzugang Antonio Rüdiger wurde spät eingewechselt. Im Olympiastadion von Helsinki hatte der Champions-League-Sieger mehr Zeit im Spiel.

Die erste große Chance fand die Glasner-Elf jedoch vor: Daichi Kamada scheiterte im Eins-gegen-Eins am Realtorhüter Thibaut Courtois, der wie schon im Finale der Königsklasse eine Glanzparade abwehrte (14.). Im Gegenzug fand Vinicius Junior, goldener Torschütze im CL-Finale gegen die „Roten“, die erste gute Gelegenheit für Ancelotti. Eintracht-Verteidiger Tuta rettete mit einem Zweikampf auf der Linie (17.).

Alaba ist da

Knapp 20 Minuten später war es soweit, Alaba ging verdient in Führung. Unmittelbar zuvor hatte Frankfurts Schlussmann Kevin Trapp gegen Vinicius die Oberhand. Vor dem Halbzeitpfiff scheiterte Benzema mit einem Schuss neben das Tor an der Vorentscheidung (41.). Nach dem Seitenwechsel musste sich Trapp gegen einen abgefälschten Schuss von Vinicius wehren (55.).

Reuters/Kai Pfaffenbach In der 37. Minute war David Alaba zur Stelle und drückte den Ball über die Linie zum 1:0 für Real.

Die Eintracht zeigte eine solide Leistung, hielt gut mit, nur im letzten Drittel fehlte ihnen die Durchschlagskraft. Real war weiterhin das torgefährlichste Team. Casemiro, gewählter Spieler des Spiels, warf den Ball nach der vollen Stunde an den Pfosten. Bald darauf machte es Benzema nach Flanke von Vinicius besser, aber Trapp sah schlecht aus, als das Tor stand. Mit seinem 324. Tor für Real überholte der Franzose Vereinslegende Raúl und ist im vereinsinternen Ranking Zweiter hinter Cristiano Ronaldo, der zwischen 2009 und 2018 450 Tore für das „Ballet Blanc“ erzielte.

UEFA-Supercup

Mittwoch:

Real Madrid – Eintracht Frankfurt 2:0 (1:0)

Helsinki, Olympiastadion, 31.000 Zuschauer, SR Oliver (CAT)

Torfolge: 1:0 Alaba (37.) 2:0 Benzema (65.)

Real Madrid: Courtois – Carvajal (85./Rüdiger), Eder Militao, Alaba, Mendy – Casemiro – Modric (66./Rodrygo), Kroos (85./Tchouameni) – Valverde (76./Camavinga), Benzema, Vinicius Junior (85./Zwiebeln)

Frankfurt: Trapp – Toure (70./Alario), Tuta, Ndicka – Knauff, Sow, Rode (58./Götze), Lenz – Lindström (58./Muani), Kamada – Borre

Gelbe Karten: keine

Beste Spieler: Courtois, Alaba, Vinicius Junior und Tuta, Borre

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