Unternehmen in Niederösterreich müssen ihre Stromkosten verzehnfachen: Lebensmittellieferanten bangen um ihre Existenz.
In der Lebensmittelbranche in Niederösterreich herrscht „Alarmstufe Rot“. Der Grund: Immens gestiegene Kosten! „Praktisch täglich melden sich Unternehmen wie Bäcker und Metzger bei uns und schlagen Alarm, dass sie angesichts steigender Energiekosten nur bis Ende des Jahres durchhalten können“, warnt Niederösterreichs Landeshauptmann Wolfgang Ecker. Die Wirtschaftskammer (WKNÖ) und der Meister der NÖ Landesinnung der Lebensmittelwirtschaft, Johann Ehrenberger: „Die Betriebe brauchen dringend Unterstützung. Sonst riskieren wir den Verlust zahlreicher Lebensmittellieferanten.“
Androhung der Schließung von Werken, um eine Insolvenz zu vermeiden
Gerade kleine und mittelständische Unternehmen sind von den aktuellen Entwicklungen besonders betroffen, wie Ehrenberger am Beispiel einer Bäckerei erläutert. „Durch Kühlanlagen und Backöfen schlagen massiv gestiegene Energiekosten doppelt zu, der Mehlpreis ist um 40 bis 50 Prozent gestiegen und die Belieferung von Brot und Gebäck an regionale Einzelhändler lohnt sich aufgrund steigender Spritkosten nicht mehr , Bakers steckt es in jedes Stück Brot.“ Einige Unternehmen sehen sich nun mit einer Verzehnfachung ihrer Stromkosten konfrontiert. „Das geht nicht. Immer mehr Unternehmer denken darüber nach, ihre Betriebe geordnet zu schließen, um eine drohende Insolvenz zu vermeiden.“
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Kostensteigerungen können nicht durch höhere Preise gedeckt werden
Für Ecker ist in dieser Situation ganz klar Bundespolitik notwendig. „Wir brauchen dringend und schnell Lösungen für unseren Mittelstand. Wenn unser Mittelstand an seine Grenzen stößt, stößt unsere Lebensqualität in den Regionen und am gesamten Wirtschaftsstandort an ihre Grenzen.“ Schließlich können Unternehmen ihre immer größer werdenden Belastungen nicht einfach durch Preiserhöhungen ausgleichen und weitergeben. „Denn die Kunden können sich das nicht leisten und es würde die Inflation weiter anheizen. Diese Abwärtsspirale muss unbedingt vermieden werden.“
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Nav-Account dh Zeit14.08.2022, 11:58| Veranstaltung: 14.08.2022, 11:58