Alexander Zverev hinkt weinend vor Chatrier: „Eine schwierige Zeit“

Alexander Zverevs Titeltraum zerplatzt in Paris aufs bitterste: Der Weltranglisten-Dritte hat sich im Halbfinale den Knöchel verstaucht und musste verletzt werden.

Zuletzt geändert durch SID: 03.06.2022, 21:17

© Getty Images

Alexander Zverev

Alexander Zverev kroch mit Krücken zurück zur Strecke, das Pariser Publikum applaudierte dem untröstlichen Olympiasieger ohrenbetäubend. Der deutsche Spitzenspieler, dessen Traum von seinem ersten Grand-Slam-Sieg dramatisch in Tränen ausgebrochen war, bedankte sich beim Schiedsrichter und gratulierte seinem Rivalen Rafael Nadal, der geschockt Trost spenden wollte.

“Für mich geht ein Traum in Erfüllung, wenn ich wieder im Finale stehe”, sagte Nadal. Zverevs Bruder Mischa litt im Fernsehstudio: „Sascha weint nie. Niemals!“ Er sagte Eurosport mit Tränen in den Augen: “Wir erwarten das Beste in Bezug auf die Prognose.” Alexander Zverevs Start in Wimbledon (ab 27. Juni) scheint vom Aussterben bedroht.

Weihnachten über Zverev: „Er hat super gespielt“

Minuten zuvor hatte er vor Schmerzen geschrien, nachdem er sich bei der Jagd nach dem Ball den rechten Fuß gerissen hatte und gestürzt war. Zverev wurde im Rollstuhl vom Spielfeld geschoben und musste sich schließlich beim Stand von 6:7 (8:10), 6:6 geschlagen geben. Alle Chancen auf sein zweites Endspiel nach den The U.S. 2020 Open sind dahin.

“Er ist sehr stark, er hat unglaublich gut gespielt. Ich weiß, wie er um einen Grand-Slam-Titel kämpft”, sagte Nadal, der die Chance hat, seinen 14. Titel bei Roland Garros zu gewinnen. “Ich bin mir sicher, dass er mehr als einen gewinnen wird.” . drei Stunden spielen und der zweite Satz war noch nicht einmal vorbei.“

Zverev verspielte alle Chancen auf ein Finale, in dem er viel hätte kalkulieren können. Doch es ist Weihnachten, wer am Sonntag (15 Uhr Eurosport) als Favorit auf den Norweger Casper Ruud trifft. Der Sprung an die Spitze der Weltrangliste ist auch für Zverev nicht möglich. Als einziger Deutscher erreichte 1996 Michael Stich das Finale von Paris. Boris Beckers bislang letzter deutscher Grand-Slam-Sieg in Melbourne war das Ergebnis desselben Jahres.

Zverev: Bitteres Ende in Paris nach tollen Leistungen

Zverev war vor Beginn des Turniers aufgrund der wechselnden Spielzeit und bisher ohne Titel kein absoluter Favorit gewesen, hatte mit einem prestigeträchtigen Sieg gegen das Wunderkind Carlos Alcaraz seinen Hut in den Ring geworfen – und konnte den zunächst fortsetzen Ausgezeichnet. Leistung im Duell mit Weihnachten.

Zverev dominierte mit großer Wucht von der Grundlinie, nahm gleich den Weihnachtsgottesdienst und holte sich das 4:2. Doch der Spanier kehrte zurück und ab Ende des ersten Satzes wurde die Partie zum Krimi. Beim Stand von 4:5 wehrte Zverev drei Siebenerbälle mit Stahlrippen ab und erspielte sich vier Chancen auf den Sieg in der Tiebreak-Runde. Allerdings ging Nadal in der 92. Minute in Führung, was die Aufgabe noch schwieriger machte.

Doch Zverev kämpfte unermüdlich und erspielte sich im zweiten Durchgang weiterhin gute Chancen. Ein Rundensieg hätte ihm neuen Schwung gegeben. Doch dann verlor er bei einer Rallye das Gleichgewicht, wurde schwer verletzt und humpelte traurig von der großen Strecke ab.

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