Alle Österreicher erhalten nun Post von ihrem Hausarzt

Die Regierung will die Corona-Regeln komplett umbauen und setzt neben der Impfung nun auch verstärkt auf Medikamente gegen Covid-19.

Die Regierung arbeitet fieberhaft an einer Regelung der Quarantäne, die nun am Dienstagnachmittag offiziell wird. Außerdem packten die Türkisgrünen am Montag den Variantenmanagementplan aus, der die künftigen Corona-Regeln für vier verschiedene Pandemie-Szenarien konkretisieren soll; im schlimmsten Fall drohen die Blockaden erneut.

Auch Gesundheitsminister Johannes Rauch (Grüne) will den Einsatz von Medikamenten im Kampf gegen Covid-19 weiter vorantreiben. Obwohl diese in Wien bereits weit verbreitet sind, hinken die anderen Bundesländer noch hinterher. Daher ging es beim gemeinsamen Treffen mit den Landesgesundheitsberatern am Dienstag auch um dieses Thema.

Wie “Today” erfuhr, legte Rauch bereits einen Plan vor, um die Medikamentenabgabe zu erhöhen. Dafür setzt der Pandemiemonitor nun Hausärzte ein. Nun sollte jeder Arzt seinen Patienten eine Postkarte schicken. Der Inhalt lautet: “Wenn Sie Symptome haben, wenn Sie positiv sind, kontaktieren Sie uns, wir haben ein Medikament.”

Dieses Vorgehen muss bereits mit der Medizinischen Hochschule abgestimmt werden. Die Postkarten sollten bis zum 15. August verschickt worden sein.

Das sind die neuen Corona-Regeln

Am Dienstagnachmittag wollen Rauch und Arbeits-/Wirtschaftsminister Martin Kocher (VP) die Details ihrer neuen Maßnahmen-Ausrichtung präzisieren. „Heute“ berichtet bereits über den neuen Entwurf, der am Mittwoch beim Sommerministerrat im Wienerwald beschlossen werden soll. Die wichtigsten Punkte:

Wer positiv auf das Coronavirus getestet wird und das Virus in sich trägt, kann die eigenen vier Wände trotzdem verlassen, wenn er sich „nicht krank fühlt“. Überraschenderweise muss die Maske auch nicht überall getragen werden, auch im Freien und mit einem Sicherheitsabstand von zwei Metern soll es keine FFP2-Pflicht geben.

Dem Entwurf zufolge soll es für Infizierte, aber nicht für alle, Zutrittsverbote in kritische Bereiche geben, und auch Mitarbeiter sollen Gesundheitseinrichtungen und Bildungseinrichtungen mit Masken betreten dürfen. Krankenhäuser, Pflegeheime und Kureinrichtungen werden ebenso genannt wie Kindergärten, Grundschulen und Horte. Das bedeutet gleichzeitig aber auch, dass man auch mit Maske arbeiten darf.

Laut Entwurf sollen die Regeln am 1. August in Kraft treten.

Gastronomischer Besuch erlaubt, aber kein Essen

Infizierte Personen hingegen sollten zu Hause oder im eigenen Auto keine Maske tragen, wenn sie auf Reisen sind oder sich mit Personen im gleichen Haushalt treffen. Die Maske wiederum gilt beim Kontakt mit Menschen außer Haus, in der Gastronomie oder in Schwimmbädern, wo sich Infizierte jetzt aufhalten dürfen.

Das heißt auch: Infizierte dürfen ins Wirtshaus gehen, dort aber nichts essen oder trinken, dann soll dafür die Maske abgenommen werden. Neu ist auch, dass die neuen Corona-Regeln, auch „Verkehrsbeschränkungen“ genannt, auf Basis eines positiven Antigentests und nicht erst bei einem positiven PCR-Test angewendet werden. Wie bei der bisherigen Quarantäne gilt auch für die Verkehrsbeschränkungen: Sie bleiben zehn Tage bestehen, nach fünf kann man sich testen.

Weiterlesen: Neuer Entwurf hier: Das sind die neuen Corona-Regeln

Nav-Account rcp Time26.07.2022, 21:41| Veranstaltung: 26.07.2022, 21:41 Uhr

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