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Otto Aichbichler aus Launsdorf begann Anfang der 1950er Jahre mit dem semiprofessionellen Filmen. Daraus entstanden die ersten 16mm-Farbfilme über Kärntner Veranstaltungen und Brauchtumsveranstaltungen. Einige dieser Filmrollen des vor 25 Jahren verstorbenen Filmemachers sind nun wieder aufgetaucht.
27.05.2022 06.05
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Otto Aichbichlers Sohn Gunno fand die Filmrollen auf dem Dachboden. Er brachte sie zu Klaus Pertl ins Klagenfurter Filmmuseum. Die Filmrollen des Besitzers Otto Aichbichler wurden in einem kleinen Lederkoffer aufbewahrt. Ihr Sohn war damals neun Jahre alt. Die Filmrollen brachten Erinnerungen an seinen Vater als Filmemacher wach: „Ich wollte auf jeden Fall zeigen, dass das kein Amateurjob ist.
Rolls-Royce zwischen den Filmen
Otto Aichbichler filmte die Menschen des Landes an Festtagen in ihren Trachten. Sie können auch Landschaften sehen, die heute oft gebaut werden. Und das sind die großen Ereignisse des Jahres, die er in Farbfilmen festgehalten hat. Vor 70 Jahren hätten Hobbyfilmer meist Privates fotografiert, sagte Film- und Filmexperte Klaus Pertl.
Pertl: „Das 16mm war relativ selten und wenn es noch gute Qualität hat und sogar Kodachrome, das war der Rolls-Royce unter den Filmen, dann ist das schon etwas Besonderes.“
Fotoserie mit 4 Bildern
ORF Klaus Pertl (links) und Gunno Aichbichler, Sohn des ORF-Filmemachers Altes Werk von Lipizzano ORF Alte Kamera im ORF-Filmmuseum Alte Filmszene einer noch unberührten Landschaft
Die Filme wurden nur zweimal gezeigt
Die Filme selbst verraten genau, wann sie gedreht wurden. Eine Kiste mit Filmen trägt das Etikett Juni 1952. Die Erinnerung an heimische Filmabende wird wach: „Natürlich ist uns alles ins Auge gefallen, was geblinzelt hat. Aber mehr als zweimal hat er es nicht gezeigt, weil es langweilig werden könnte.”
Das ORF-Tag verrät das Alter
Von der Reitschule bis zum Gurker Dom
Auch in der Wiener Hofreitschule in Klagenfurt war dem Filmemacher ein seltener Auftritt wert. Auch der Gurker Dom. Otto Aichbichler war fasziniert von Malerei und Fotografie sowie dem damals sehr komplexen Bewegtbild. Ein Stück Alltag wurde zur Erinnerung für die Nachwelt und in Farbe.