Alpstein: Junger Argentinier tot aufgefunden


Alpstein

Vier Monate nach der Vermisstenmeldung: Ein Argentinier tot auf der Alp Dunkelberndli gefunden

Am 13. Februar unternahm ein 28-jähriger Argentinier einen Ausflug zum Alpstein, vermutlich ohne Skiausrüstung oder Schneeschuhe. Der Mann gilt seither als vermisst. Ein erfahrener Bergsteiger entdeckte seine Leiche bei einem privaten Ausflug.

Ein Bild, das kaum jemand zu Gesicht bekommt, weil der Alpstein im Winter zum Wandern sehr gefährlich ist: der zugefrorene Seealpsee.

Bild: Ueli Bächtold

Er war kürzlich in die Schweiz, in den Kanton Zürich gezogen, als er am Sonntag, 13. Februar, zu einer Exkursion in den Alpstein aufbrach. Der 28-jährige Argentinier kehrte jedoch nie von diesem Projekt zurück. Zuletzt wurde er im Gebiet Alp Mesmer lebend gesehen.

Einen Tag nach seiner Reise ging bei der Kantonspolizei Appenzell Innerrhoden eine Vermisstenmeldung ein. Die sofort begonnenen Suchaktionen mit Suchhunden, Hubschraubern, Wärmebildkameras und Telefonortungsgeräten sowie intensive polizeiliche Ermittlungen und öffentliche Durchsuchungen blieben jedoch erfolglos.

Wie die Kantonspolizei Appenzell Innerrhoden am Mittwochabend mitteilte, ist nun die Leiche des 28-Jährigen aufgetaucht. Ein erfahrener Bergwachtmeister entdeckte die vermisste Person im unwegsamen Gebiet oberhalb der Alp Dunkelberndli.

Es muss ein tragischer Unfall gewesen sein

Retter der Alpinen Rettungsstation Schweiz und Appenzell retteten die Toten zusammen mit Spezialisten der Kantonspolizei Appenzell Innerrhoden. Die Leiche konnte durch Untersuchungen des St. Louis Institute of Forensic Medicine eindeutig identifiziert werden. Gallen (IRM). Die Ermittlungsbehörden gehen von einem tragischen Unfall aus.

Der Alpstein ist bei in- und ausländischen Touristen sehr beliebt. Aber die Region ist sehr gefährlich, besonders im Winter. Sowohl Roland Koster, Mediensprecher der Kantonspolizei Appenzell Innerrhoden, als auch ein Bergretter der Alpinen Rettung Schweiz rieten den Unerfahrenen schon kurz nach Beginn der ersten Forschungskampagne klar zu Winterausflügen in den Alpstein. Coster sagte:

„Man muss gut ausgerüstet sein, die Gegend kennen und die Situation richtig einschätzen können. Das können nur wenige.”

Am Ort weisen mehrere Hinweisschilder auf die Gefahren des Winterwanderns hin. Neben der richtigen Ausrüstung sind laut der Alpinen Bergrettung Schweiz auch Orts- und Bergkenntnisse überlebenswichtig. Die Polizei im Kreis Innerrhoden sagte im Februar, dass die vermisste Person keines von beidem hatte. (Kapuze / ja)

Leave a Comment

Your email address will not be published. Required fields are marked *