Es dürfte das Schlimmste sein, was Eltern sich vorstellen können: In Niedersachsen gibt es laut Landeskriminalamt derzeit mehr als 180 vermisste Kinder. Nur eines sollte den Betroffenen Hoffnung machen.
182 Kinder und 388 Jugendliche im Alter von 14 bis 17 Jahren gelten als vermisst, wie das niedersächsische Landeskriminalamt am „Tag der vermissten Kinder“ am 25. Mai mitteilte. Die Ursachen für das Verschwinden der Kinder sind nach unserem Kenntnisstand hauptsächlich der Austritt eines Elternteils – oder die Kinder verschwinden aus den Heimen. Auch Unfälle spielten eine Rolle. Die meisten Kinder tauchten jedoch kurz darauf wieder auf.
Wie sollen Eltern reagieren, wenn ihr Kind verschwindet?
Beim Verschwinden eines Kindes sei es wichtig, schnell zu handeln, teilte das Landeskriminalamt mit. Im Gegensatz zu vermissten Erwachsenen gingen Forscher immer davon aus, dass vermisste Kinder gefährlich seien. Das bedeutet, dass die Polizei unverzüglich mit der Ermittlung des Verbleibs oder möglicher Gefahren beginnt. Liegen Hinweise auf eine Straftat vor, werden die entsprechenden Ermittlungen eingeleitet.
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Experten rieten, beim Verschwinden einer Person schnellstmöglich die Polizei zu informieren und eine vermisste Person zu melden. So konnten die Spuren bestmöglich ausgewertet und Hinweise gefunden werden. Eltern vermisster Kinder sollten auch die Freunde des Kindes und andere Eltern anrufen. Außerdem sollte jemand zu Hause sein, falls das Kind in der Zwischenzeit ist oder nach Hause kommt. Sie sollten auch an vertrauten Orten suchen. Auch das Landeskriminalamt riet: “Ruhe bewahren und sich konzentrieren.”
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Mit Stand vom 16. Mai werden derzeit insgesamt 1.231 Menschen in Niedersachsen vermisst. Die Behörde stellte fest, dass es sich bei den Nummern der „Vermisstenakte“ des Landeskriminalamts nur um eine mehrfach täglich wechselnde Momentaufnahme handele. Neue Fälle von Vermissten würden hinzukommen, andere Suchen könnten gelöscht werden. Aktuell besteht bei 69 aller Vermissten der Verdacht, dass die vermisste Person Opfer einer Straftat geworden sein könnte. (dpa/mp)