Alter, Ego, Gehalt, Taktik: Superstar Cristiano Ronaldo wird zum langsamen Verkäufer

Alter, Ego, Gehalt, Taktik Superstar Cristiano Ronaldo wird zum langsamen Verkäufer

05.07.2022, 08:45 Uhr

Cristiano Ronaldo ist neben Lionel Messi der größte Fußballstar der letzten Jahrzehnte. Jetzt, mit 37, nähert sich seine Karriere dem Ende. Um das 20. Jahr in Folge in der Champions League zu spielen, will CR7 Manchester United verlassen. Aber wer will es schon kaufen?

Cristiano Ronaldo hat nach dem jüngsten Aufruhr um seine Person nicht mit dem Coaching bei Manchester United begonnen. Erst am Wochenende wurde bekannt, dass der 37-Jährige Old Trafford nach einer Saison verlassen will, um zum 20. Mal in Folge in der Champions League zu spielen.

Angeblich sind die Roten Teufel noch nicht bereit, die Portugiesen zu verkaufen. “Familiäre Gründe” sollen der Hauptgrund für die Abwesenheit gewesen sein, doch der Abgang des Portugiesen scheint nur eine Frage der Zeit zu sein. Wo ich ihn finden könnte, ist noch nicht ganz klar. Der greise Star würde das System eines jeden Clubs auf den Kopf stellen, heißt es. Kaum jemand wird sein aktuelles Gehalt von knapp 30 Millionen Euro im Jahr zahlen wollen.

Ronaldo hat sich kürzlich beim FC Bayern München engagiert. In der Allianz Arena könnte der 37-Jährige den bald 34-jährigen Robert Lewandowski ersetzen, wenn er zum FC Barcelona wechseln kann. Obwohl niemand in München offiziell etwas von diesem Schritt wissen will, hält sich das Gerücht hartnäckig. Ein Wechsel wäre dennoch eine Sensation. Was natürlich kaum jemanden daran hindert, von der Vorstellung des mehrfachen Weltfußballers mit den Klamotten des FC Bayern München zu träumen.

Wird Tuchel über die Zukunft von CR7 entscheiden?

Eine Idee, die zum Beispiel Bundesrekordhalter Lothar Matthäus für „sexy“ hält. Der Ex-Bayern-München-Star rät seinem Ex-Klub, zumindest an den Portugiesen zu denken. Ronaldo wäre eine Verpflichtung „kein Transfer mit Blick auf die Zukunft“, schrieb Matthäus in seiner Sky-Kolumne, und auch „wäre ständig Schlagzeilen“, aber kurz gesagt sei er „einer der besten Stürmer aller Zeiten“. würde 30 Tore garantieren. „Die Refinanzierung durch den Verkauf von Hemden und Co. wäre gewährleistet“, ergänzte der 61-Jährige.

Wesentlich realistischer als ein Wechsel zum FC Bayern München ist derzeit allerdings die Option für den FC Chelsea. Der Klub des deutschen Trainers Thomas Tuchel sucht nach dem Eigentümerwechsel von Roman Abramowitsch zum millionenschweren Konsortium um den US-Amerikaner Todd Boehly noch immer nach einer neuen Identität. Boehly ist nicht nur Miteigentümer des Klubs, sondern betreut den Champions-League-Sieger von 2021 aktuell auch interimistisch als Sportdirektor.

Einem Bericht von „The Athletic“ zufolge soll sich Boehly bereits mit Ronaldos Berater Jorge Mendes getroffen haben, um unter anderem das grundsätzliche Interesse an einem Transfer zu besprechen. Finanziell könnte Chelsea die Verpflichtung von Ronaldo ohne Probleme erfüllen, doch bleibt die Frage, ob sich Thomas Tuchel den Superstar seines Teams vorstellen könnte.

Das Problem mit Ronaldo

Obwohl Tuchel Ronaldo-Fan ist, berichtet „The Athletic“, bleibt ein großes Problem: Passt der Portugiese überhaupt ins Londoner Vereinssystem? Es ist ein Thema, das alle umtreibt und auch andere Klubs an einer möglichen Verpflichtung zweifeln lässt. Seine 24 Tore in 38 Spielen mit Manchester United in der vergangenen Saison konnten die mangelnde Bereitschaft des Portugiesen, zu laufen oder zu pressen, nicht verbergen.

Damit Ronaldo richtig ins Spiel kommt, muss das Spiel seiner Mannschaft komplett auf ihn abgestimmt sein. Daran verzweifelte Ralf Rangnick schon während seiner kurzen Amtszeit bei Manchester United. Der aktuelle Bundestrainer Österreichs erkannte bald ein großes Dilemma. Sie konnte nicht mit ihm in der Startelf spielen, aber sie konnte auch nicht ohne ihn spielen. Zu groß war der Name des Rückkehrers, der im Sommer 2021 nach neun Jahren bei Real Madrid und drei weiteren bei Juventus in Turin zum zweiten Mal für die Roten Teufel unterschrieb.

„Sogar Manchester United wurde zu Ronaldo FC. Ihm ist alles untergeordnet“, kommentierte der Guardian. Diese Gefahr besteht auch bei seinem zukünftigen Klub. Der portugiesische Fußball wird in die Jahre gekommen, seine immensen Gehaltsvorstellungen, die er zumindest etwas reduzieren will, verkleinern den Kreis möglicher Klubs. Neben Chelsea und Bayern München, denen Ronaldo zumindest angeboten wurde, gab es zuletzt auch Berichte über einen möglichen Wechsel zum SSC Neapel.

Victor Osimhen, 23, der seine Europakarriere beim VfL Wolfsburg startete, spielt immer noch dort. Der Nigerianer gehört längst zu den Topstars der italienischen Liga und wird mittlerweile auch mit dem FC Bayern München in Verbindung gebracht. Die stets aufgeregte italienische Presse berichtete, dass Osimhen einer der möglichen Nachfolger von Robert Lewandowski für den Rekordmeister sei. Der Haken? Napoli fordert 120 Millionen Euro für den Stürmer, der laut Corriere dello Sport in der vergangenen Saison 18 Tore in 32 Spielen mit dem Ex-Klub Diego Maradona erzielte.

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