AMD Ryzen Embedded R2000: CPU-Nachfolger mit Fragezeichen

AMD hat seiner alten Ryzen-R1000-Serie von Embedded-Prozessoren einen Nachfolger verpasst: R2000-CPUs sind für sparsame Systeme gedacht, etwa zur Ansteuerung von Public Displays. Die versprochenen 81 Prozent Leistungssteigerung klingen zunächst gewaltig, sind aber so hoch, weil die R1000-Modelle alles andere als langsamer waren.

Wie die R1000-Serie basiert auch der Ryzen Embedded R2000 auf der Zen+-Technologie, die AMD ursprünglich 2019 mit Ryzen 3000G-Mobilprozessoren, auch bekannt als Picasso, eingeführt hat. R2000-Prozessoren nutzen lediglich den größeren Zen+-Verbund mit bis zu vier statt nur zwei CPU-Kernen und 512 statt 192 Schattenkernen (GCN-Vega-Architektur).

Das überlegene Ryzen Embedded R2544-Modell nutzt die volle Konfiguration mit einer Basis-CPU-Frequenz von 3,35 GHz, benötigt jedoch eine Thermal Design Power (TDP) von 35 bis 54 Watt. Der kleinere Bruder Ryzen Embedded R2514 reduziert den CPU-Takt auf 2,1 GHz und entspricht einer TDP von 12 bis 35 Watt.

Neben den zusätzlichen Rechenkernen nutzt zumindest der R2544 schnelleren DDR4-3200- statt DDR4-2400-RAM und kann auch vier statt drei Ultra-HD-Bildschirme mit jeweils 3840 × 2160 Pixeln und 60 Hertz ansteuern. Langsamere Modelle sind immer noch auf drei Bildschirme und langsameren Speicher beschränkt.

Modell Ryzen Embedded R2000 Kernel / Wire CPU Kerntakt L3 Cache GPU Shadow RAM Anzeige Ausgänge RAM Bereich TDP R2544 4/8 3,35 GHz 4 MB 512 4 DDR4-3200 35-54 W R2514 4/8 2,1 GHz 4 6 MB 541222 6 MB – 35 W R2314 4/4 2,1 GHz 4 MB 384 3 DDR4-2666 12-35 W R2312 2/4 2,7 GHz 2 MB 182 3 DDR4-2400 12-25 W

Aus Ryzen Embedded V1000 wird R2000

Unterm Strich ist der Ryzen Embedded R2000 nahezu identisch mit dem Ryzen Embedded V1000. AMD verkauft diese höherpreisigen V-Modelle für Premium-Systeme: Die schnellste und effizienteste V2000-Serie mit Zen-2-Technologie und 7-Nanometer-Strukturen von Chiphersteller TSMC ist ab Ende 2020 erhältlich. Globalfoundries produziert Ryzen Embedded R2000 mit einem alten 12-nm-Prozess.

Zu den konkreten Preisen der integrierten Prozessoren äußert sich AMD wie üblich nicht. Der Verkauf der ersten CPUs an Systemhersteller soll im Oktober 2022 beginnen.

(mma)

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