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Erstellt: 13.06.2022 Aktualisiert: 13.06.2022 22:39
Von: Frank Lahme, Cedric Sporkert
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Drei Tage nach der Schießerei an der Hochschule Hamm-Lippstadt (HSHL) in Hamm sind zumindest die restlichen Opfer wieder genesen. Eine 30-jährige Frau ist gestorben.
Hamm – Wie die Staatsanwaltschaft Dortmund am Montag mitteilte, ist eine 22-jährige Studentin aus der Klinik entlassen worden. Das steht einer Studentin (22) bevor. Ein weiterer 22-jähriger Student, der schwere Bauchverletzungen erlitten hatte, bestand keine Lebensgefahr. Eine 30-jährige Frau erlag am Samstagnachmittag ihren Verletzungen.
Stadt HammFläche226,3 km²Einwohnerzahl179.111 (2019)
Der 34-jährige Tatverdächtige, der am Freitag wahllos auf die Schüler eingestochen hatte, befindet sich noch immer in einer psychiatrischen Klinik am Stadtrand von Hamm. Die Morde, zwei Küchenmesser, scheinen kurz vor der Tat in einer Woolworth-Filiale in der Innenstadt von Hammer gekauft worden zu sein. Er soll zuvor in eine Waffenkammer gegangen sein, wurde dort aber abgewiesen. Diese Umstände wurden am Montag von der Mordkommission überprüft.
Gottesdienst der Pauluskirche
Die Hamm Kirchen laden am Mittwoch zu einem ökumenischen Gedenkgottesdienst ein. Notfallseelsorger begleiten die Veranstaltung um 18 Uhr in der Pauluskirche und stehen für Gespräche zur Verfügung. Amtieren werden Pfarrerin Astrid Taudien und Pfarrer Bernd Mönkebüscher.
HSHL-Amoklauf: Täter von Telgte in Hamm seit 2018
Der 34-Jährige stammt aus Telgte und zog nach WA-Informationen 2018 nach Hamm. Er ist Deutscher und lebte zunächst südlich von Hammer. Im Herbst 2020 zog er in das Studentenwohnheim Paracelsuspark, das direkt vor der HSHL liegt. Er war seit mehreren Semestern im Studiengang Wirtschaftspsychologie an der Universität eingeschrieben.
Der 34-Jährige soll Ringer gewesen sein, aber nicht aktiv an Wettkämpfen teilgenommen, sondern nur gelegentlich am Vereinstraining teilgenommen haben. Aus diesem Umfeld wurde der 34-Jährige am Montag als ruhiger und diskreter Junge beschrieben.
Studierende und Professoren der Hochschule Hamm am Montag vor dem Konferenzgebäude der Hochschule. © Roland Weihrauch/dpa
Der 34-Jährige wurde am Freitag im Klassenzimmer von mehreren Schülern beherrscht und entwaffnet. Diese tapferen Helfer kamen unversehrt davon.
Mögliche Schulschießerei in Nordrhein-Westfalen ist verhindert worden
Die Polizei in Kampfausrüstung stürmte am Freitag eine Kundgebung und entfernte Hunderte von Demonstranten mit Lastwagen. Ein Schüler hatte über WhatsApp mit einem Messer gedroht.
Amoklauf an der HSHL: Studierende und Pastoren vor Ort
Rund 100 Studierende, Lehrende und weitere Hochschulangehörige kamen am Montagmorgen zum Austausch und zur Pause auf den Campus der HSHL in der Marker Allee. Auf dem Uni-Campus herrschte viel Ruhe, eine gedrückte Stimmung. Lehrveranstaltungen und Prüfungen wurden nicht absolviert. Die meisten der an diesem Morgen Anwesenden sind im Kurs Umweltüberwachung und forensische Chemie eingeschrieben, in dem auch die blutige Kriminalveranstaltung am Freitag stattfand.
Ein Notfallseelsorgeteam war vor Ort und führte mehrere Gespräche, manchmal mit Gruppen. Die Schüler stützten sich gegenseitig, einige weinten. Viele der Anwesenden trugen schwarze oder matte Farben. Blumen und Kerzen wurden direkt vor dem Gebäudeeingang platziert, ebenso wie der Eingang zum Universitätscampus. Das Trauerband ergänzte die Fahnen.
Die Blumen stehen vor dem Gebäude, in dem das blutige Verbrechen stattfand. ©Andreas Rother
Unter den Anwesenden waren viele, die am Freitag im Hörsaal „Hamm 2“ saßen, als der 34-jährige Angreifer in die laufende Konferenzveranstaltung einbrach und eine 30-jährige Frau mit einem Messer so schwer verletzte, dass sie starb Krankenhaus. am Samstag. Zuvor hatte er drei weitere Menschen auf dem Weg zum Klassenzimmer (150 Plätze) teils schwer verletzt.
HSHL Rampage: Stundenlange Verhöre durch die Polizei
Am Montag waren die einheimischen Studenten dankbar, dass sie die Gelegenheit hatten, zusammenzukommen, um nicht mit den oft nachhallenden Eindrücken allein gelassen zu werden.
Die meisten der Dutzenden Augenzeugen in dem fast besetzten Klassenzimmer mussten nach Angaben der Staatsanwaltschaft bis Freitagabend warten, um nach der Tat von der Campus-Polizei befragt zu werden. Einige von ihnen wurden neun Stunden später im Polizeipräsidium erneut verhört und konnten erst im Dunkeln nach Hause zurückkehren. Am Wochenende und montags durften sie ihre persönlichen Sachen im Klassenzimmer abholen.
Amoklauf an der HSHL: Eine Rückkehr in den College-Alltag gibt es derzeit nicht
An der HSHL wird es zunächst keine Rückkehr in den Hochschulalltag geben. Wie Sprecherin Johanna Bömken erklärte, sind sowohl an den Standorten Lippstadt als auch Hamm alle Lehrveranstaltungen und Prüfungen in dieser und der nächsten Woche abgesagt.
Die Prüfungsphase soll planmäßig am 27. Juni beginnen. Dann sind aber nur Inhalte prüfungsrelevant, die bis Montag (13.06.) Thema waren. Es werde auch eine weitere kostenlose Testversion geben, erklärte Bömken.
In den kommenden Tagen wird entschieden, wie der in der kommenden Woche organisierte Hochschulbetrieb mit individuellen Lernangeboten, beispielsweise für Gruppen, wieder aufgenommen werden kann. Am Dienstag werden Notfallberater für Gespräche wieder auf dem Campus sein. Außerdem soll es entsprechende Angebote geben.
Großeinsatz nach Messerattacke auf HSHL in Hamm
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Amoklauf bei der HSH: Gedenkfeier mit Ministerpräsident Wüst
Am Montag um 15 Uhr fand auf dem Campus die erste kleine Gedenkstunde für College-Studenten statt. Kira Kastell und Polizeipräsident Thomas Kubera äußerten ergreifende Worte. An der Gedenkfeier nahm auch NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst teil.