An eine Wiederinbetriebnahme von Nord Stream 1 glaubt Hahn eher nicht

19.07.2022 15:08 (19.07.2022 15:08)

Aus Österreich schickte EU-Haushaltskommissar Johannes Hahn ©APA/AFP/POOL

Die EU-Kommission bereite sich nach eigenen Angaben zwei Tage vor dem geplanten Ende der jährlichen Wartung von Nord Stream 1 auf alle Szenarien vor. Dazu gehöre auch die Möglichkeit, dass die Gaslieferungen durch die Seepipeline Baltics am Donnerstag nicht wieder aufgenommen werden, sagte ein Sprecher Das teilten die Brüsseler Behörden am Dienstag mit. Allerdings erwartet der österreichische EU-Kommissar Johannes Hahn diese Entwicklung eher.

Das „Wall Street Journal“ (Dienstagausgabe) zitierte EU-Haushaltskommissar Hahn mit den Worten, die EU-Kommission nehme diese Entwicklung auf. „Wir gehen davon aus, dass es wieder nicht funktionieren wird“, sagte Hahn mit Blick auf Nord Stream 1 vor Reportern in Singapur.

Auf diese Aussagen angesprochen, erklärte der Kommissionssprecher, der Gas-Notfallplan der Agentur für den Winter beruhe auf der Möglichkeit, dass Lieferungen aus Russland ganz eingestellt würden. “Wir richten unsere Planungen für die Wintervorbereitungen nach dem Worst-Case-Szenario aus.” Am Mittwoch will die EU-Kommission ihre Pläne offiziell veröffentlichen, wie die EU-Staaten die Gasnachfrage senken und damit das Risiko von Gasengpässen im Winter deutlich reduzieren können. Laut einem ersten Entwurf eines Gas-Notfallplans, der der Nachrichtenagentur Reuters vorliegt, soll einer der Pläne Unternehmen finanzielle Anreize bieten, den Gasverbrauch zu senken.

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