Änderung Niederösterreich: nur noch fünf Hunde pro Haushalt und Führerschein

Ab Juni 2023 soll die Hundehaltung in Niederösterreich nur noch mit drei Theoriestunden und einer Abschlussprüfung möglich sein. Außerdem werden maximal fünf Hunde pro Haushalt eingeführt.

In Niederösterreich soll in der Landtagssitzung kommende Woche der zweite Teil der Novellierung des NÖ Hundehaltungsgesetzes beschlossen werden. Ab dem 1. Juni 2023 ist für alle neuen Besitzer ein Sachkundenachweis in Kombination mit drei Stunden Theorie erforderlich. Außerdem würden maximal fünf Hunde pro Haushalt eingeführt, betonte er an diesem Dienstag in St. Louis. Pölten Staatsminister Gottfried Waldhäusl (FPÖ).

Die neuen Regelungen garantieren „mehr Sicherheit und Qualität“ für Freiheitsliebende. Die für den Sachkundenachweis erforderliche Theorieeinheit gliedert sich in zwei Stunden bei einem Sachverständigen und eine Stunde bei einem Tierarzt. Laut Waldhäusl ist unter anderem die Rede von der Mensch-Hund-Beziehung und den gesundheitlichen Aspekten des Vierbeiners.

Prüfungsgespräch am Ende der Ausbildung

Für die Betreuung des Theorieblocks sind nach Angaben des FPÖ-Politikers der Österreichische Hundeverein (ÖKV) und andere Organisationen zuständig, die bereits die Erlaubnis haben, die langjährigen Erfahrungen weiterzugeben. „Am Ende wird es eine Art Test geben, ein Gespräch“, betonte Waldhäusl auf einer Pressekonferenz. ÖKV-Präsident Michael Kreiner sieht die “Prüfung nicht im Vordergrund”, aber die Information und Diskussion seien wichtig: “Ich sehe das sehr, sehr freundlich.”

Der Pass für Hunde aus Niederösterreich bestätigt die Umsetzung der sogenannten Allgemeinerfahrung. Das brauchen ganz neue Besitzer oder „Menschen, die einen neuen Hund bekommen“, blickte Waldhäusl voraus. Nähere Angaben zu den vom Passinhaber zu tragenden Kosten wurden in Bezug auf die noch auszuarbeitenden Regelungen nicht gemacht.

Die Obergrenze von fünf Hunden pro Haushalt ist ebenfalls festgelegt, zusammen mit einigen Ausnahmen. Der Staatsrat stellte fest, dass gerade diese Neuerung in der Evaluationsphase für viele Diskussionen gesorgt habe. Die meisten der rund 70 Aussagen beziehen sich auf diese Obergrenze. Die Verordnung soll unter anderem dem sogenannten Horten von Tieren entgegenwirken. Waldhäusl kündigte „schmerzlose Übergangsfristen“ für Haushalte an, die nicht von Ausnahmen betroffen sind und derzeit mehr als fünf Hunde haben.

Auch die Hundepflichtversicherung wird kommen

Außerdem wird es für alle neuen Vierbeiner eine obligatorische Hundeversicherung geben. Die Mindestversicherungssumme beträgt 725.000 Euro für Personen- und Sachschäden.

Die Gesetzesänderung wurde laut Waldhäusl am Dienstag bei der Sitzung der niederösterreichischen Landesregierung beschlossen. Die Politik der FPÖ kündigte an, am 7. Juli im Landtag „die Mehrheit zu finden“.

Die geplante Änderung wurde von den Neos allgemein begrüßt. Der Landtagsabgeordnete Helmut Hofer-Gruber bewertete die Beschränkung auf fünf Hunde pro Haushalt jedoch als „überbewertet“ und viele „Problembesitzer“ hätten sich so nicht gemeldet. Darüber hinaus sollte die obligatorische Erfahrung zwischen erstmaligen Hundehaltern und erfahrenen Haltern unterscheiden.

(APA)

Leave a Comment

Your email address will not be published. Required fields are marked *