Angelique Kerber weiter in Wimbledon: Erster Satz seit 16 Minuten!

16 Minuten, eine echte Blitzphrase!

Angelique Kerber (34) beendete so schnell die Französin Kristina Mladenovic (29) in der ersten Runde von Wimbledon: 6:0. Die Doppelsiegerin der French Open (mit Caroline Garcia) hat keine Bälle geschlagen und war hoffnungslos unterlegen. Am Ende ließ die Kielerin sie ins Match und gewann mit 6:0, 7:5.

„Ich habe vom ersten Punkt an gut gespielt, aber dann hat Kristina ihren Rhythmus gefunden. Ich musste ruhig bleiben und dann mein bestes Tennis spielen. Ich bin froh, dass ich damit fertig bin“, sagte Kerber.

Lange Zeit gab es fast keine Kundgebungen. Selten hatte es die ehemalige Nr. 1 bei seinen 58 Grand-Slam-Turnieren in einem Satz leichter. Freund Franco Bianco und Mutter Beata in der Loge schauten gespannt zu.

Kerber, die 2018 in Wimbledon im Endspiel gegen Serena Williams (40) triumphierte, musste sich zunächst nicht anstrengen. Doch mit der Zeit konzentrierte sich Kerber weniger und ließ im Match Mladenovic, Exnvia des Österreichers Dominik Thiem (28.).

Große Aufregung brach auf der mäßig überfüllten Bahn 1 aus, als Mladenovic sein erstes Spiel gewann, nachdem er acht Mal in Folge verloren hatte. Als er sogar Kerber brach, stand es plötzlich 2:2. Der zweite Satz hatte ebenfalls 16 Minuten.

Überraschenderweise kam es zu einem atemberaubenden Showdown, bei dem der Favorit nach dem entscheidenden Break mit 6: 5 erwartungsgemäß das beste Finish hatte. Nach 63 Minuten verwandelte Kerber seinen ersten Spielball und traf am Mittwoch im zweiten Durchgang auf die Polin Magda Linette (30).

„Das ist mein Lieblingsturnier. Ich sehe hier so viele bekannte Gesichter und hoffe, dass ich nach dem Halbfinale im vergangenen Jahr weit zurückblicken kann“, sagte Kerber.

Als nächstes folgt Maximilian Marterer (27) aus Nürnberg, der den Slowenen Aljaz Bedene (32) mit 4:6, 7:5, 6:4, 7:5 besiegte. Nächster Gegner am Mittwoch ist der Amerikaner Frances Tiafoe (24 Jahre).

Kristina Mladenovic wachte spät gegen Angelique Kerber auf, zu spät für sie Bild: Alberto Pezzali / AP

Dortmunds Jule Niemeier (22) hatte beim 6:1, 6:4 gegen Ende des zweiten Satzes erst Probleme mit der Chinesin Xiyu Wang (21). Er spielt nun gegen die Weltranglisten-Dritte Anett Kontaveit (26/Estland), trainiert von Ex-Kerber-Trainer Torben Beltz (45).

Auf der anderen Seite kam Jan-Lennard Struff (32) nach einem tollen Kampf gegen Tennis-Aufsteiger Carlos Alcaraz (19/Spanien) mit 6:4, 5:7, 6:4, 6:7, 4:6 heraus.

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