Die Gesundheit
Vorarlberger Krankenhäuser müssen auf den Anstieg der Infektionszahlen reagieren, wenn die Personalsituation ohnehin schon angespannt ist. Durch die Pandemie häufen sich Überstunden und ungenutzter Urlaub. In Bludenz bleibt die Abteilung Geburtshilfe von Mitte Juli bis Mitte August geschlossen. Auch andere staatliche Krankenhäuser müssen umverteilt werden.
04.07.2022 12.35
4. Juli 2022 um 12:35 Uhr
Betten werden nach Möglichkeit reduziert, und wenn es in einem Krankenhaus mehrere Abteilungen für denselben Fachbereich gibt, werden die Abteilungen teilweise zusammengelegt, sagt Gerald Fleisch, Geschäftsführer der Vorarlberger Krankenhausbetriebsgesellschaft. Erstens geht es laut Fleisch um die Entlastung der Mitarbeiter.
Angesichts der bevorstehenden Corona-Welle, die sich bereits aufbläht und dem Personal voraussichtlich wieder einiges abverlangen wird, sorgen die Krankenhäuser jetzt für die Genesung des Personals. Fleisch betont aber, dass es keine Leistungseinschränkungen für die Bevölkerung gebe.
Machen Sie sich bereit für die nächste Welle
Bereits am Mittwoch soll eine Arbeitsgruppe beraten, wie man reagieren soll, wenn die Zahl der CoVs weiter steigt, sagt Fleisch. Bekanntlich gab es immer wieder kurze Phasen, in denen beispielsweise nicht dringende Operationen verschoben werden mussten. Mittwoch ist neben vielen anderen Fragen zu klären, ob und wann dieser wieder benötigt wird.
Laut Fleisch ist nun aber klar, dass das Corona-Virus in den Krankenhäusern bereits stärker zu spüren ist. Derzeit müssen 52 Patienten mit Covid erneut behandelt werden, mehr als doppelt so viele wie noch vor einer Woche. Und zusätzlich werden etwa 50 Mitarbeiter isoliert.
Umverteilung an das Städtische Krankenhaus Dornbirn
Die angespannte Personalsituation macht sich nicht nur in den staatlichen Krankenhäusern bemerkbar. Auch das Stadtkrankenhaus Dornbirn reagiert bereits. Es findet eine „Umverteilung auf aktuell verfügbare Ressourcen“ statt, wie es offiziell heißt. In den Sommermonaten werden Traumapatienten mit orthopädischen Patienten kombiniert.
Auch die Pflegeteams der beiden Abteilungen werden zusammengelegt. Dies erfordert auch einen Abbau der Stellenangebote in Dornbirn, acht der 282 Betten sind derzeit unbesetzt. Auch die Krankenhausleitung will das Pflegepersonal in der Urlaubszeit vor Überlastungen schützen. Hinzu kommen insgesamt neun vermisste Pflegekräfte im städtischen Krankenhaus.