Maserati MC-20 Cielo powered by Formel-1-Technologie: Ein Sturm braut sich zusammen
27. Mai 2022 um 14:12 Uhr
Nach der Einführung des MC-20 präsentiert Maserati sein Sportboot-Flaggschiff in einer offenen Variante mit elektrisch einfahrbarer starrer Motorhaube und Verglasung. Cielo heißt der stürmische Sonnenanbeter, doch Interessenten müssen sich noch mindestens ein Jahr gedulden.
Gute Nachrichten für Autosammler: Nachdem Maserati im Herbst 2020 sein Flaggschiff MC-20 in Form eines Coupés auf den Markt gebracht hat, geht es nun mit der Spyder-Variante weiter. Der Athlet erhält den Namenszusatz Cielo, was einfach das italienische oder spanische Wort für „Himmel“ ist. Denn auf dem MC-20 Cielo sitzen Sie immer unter freiem Himmel, egal ob geöffnet oder geschlossen. Das Hardtop, das sich in zwölf Sekunden öffnen und schließen lässt, verfügt über ein auf Knopfdruck verdunkelbares Glas.
Fährt wirklich jemand mit 320 Meilen pro Stunde auf einem Open-Air-MC-20?
(Foto: Maserati)
Abgesehen davon, dass der mit 630 PS bisher stärkste Großserien-Modell Maserati künftig im Freien mit mehr als 320 km/h unterwegs sein wird, basiert die Spyder-Version auf der Coupé-Version. Folglich spielt auch hier der Leichtbau eine Rolle. Der Mittelmotor-Sportwagen mit Carbon-Monocoque wiegt nur 65 Kilo mehr als die geschlossene Version und bringt damit rund 1,5 Tonnen auf die Waage.
Formel-1-Technologie
Der Dreiliter-Nettuno-V6 mit 90-Grad-Neigungswinkel, Turboaufladung und Vorkammerzündung wiegt knapp über 200 Kilogramm. Diese Technologie stammt aus der Formel 1 und kommt mit dem MC-20 erstmals im öffentlichen Straßenverkehr zum Einsatz: Das Luft-Kraftstoff-Gemisch wird in der Vorkamera mittels einer separaten Kerze gezündet und als Folge der „Vor“-Verbrennung , wird in den normalen Brennraum gepresst, wo eine zweite Zündkerze für die Restverbrennung zuständig ist. Kombinieren Sie dies mit dem breiten Verdichtungsverhältnis von 11: 1 und dem Druck, der sich entwickelt, wenn das Gemisch in den Raum des Primärzylinders steigt, und Sie haben einen besonders effizienten Motor, was in diesem Fall mehr Leistung für jede verbrauchte Kraftstoffmenge bedeutet.
Und da der MC-20 Cielo trotz leicht höherem Gewicht im Vergleich zum Coupé immer noch ein unglaublich günstiges Leistungsgewicht von 3,35 Kilogramm pro Kilowatt hat, muss man kein Orakel sein, um zu erkennen, dass er das auch machen wird . sei schnell Die obligatorische Achtgang-Doppelkupplung unterstützt seine maximale Leistungsfähigkeit. Eine mindestens so schnelle Nebenleistung rechtfertigt eine Trockensumpfschmierung, um den Ölfilm auch auf heißen Strecken intakt zu halten.
Mit Einschränkungen auch für den täglichen Gebrauch geeignet
Der Einstieg in den Maserati MC-20 Cielo ist trotz der Scherentüren überraschend elegant.
(Foto: Maserati)
Es scheint jedoch, dass Spyder nicht mit den wildesten “Tracking-Tools” konkurrieren will, aber keine mächtigen Spoiler hat. Dagegen ist der Einstieg nach dem Öffnen der Scherentüren recht elegant, was für Fahrzeuge mit Monocoque-Struktur eher ungewöhnlich ist. Die ersten optischen und haptischen Eindrücke, die das Cabriolet hinterlässt, deuten darauf hin, dass sich der Sky deutlich von einem Gran Turismo abheben soll. Nach einem ersten Test mit den fein gearbeiteten Stühlen entstand jedoch die Idee, eine längere Strecke auf dem MC-20 zurückzulegen. Darauf deutet auch das Versprechen von Maserati hin, Vibrationen auf ein Minimum reduziert zu haben, um den Alltagsnutzen zu erhöhen.
Aktive Stoßdämpfer sollten zumindest eine echte Bandbreite zwischen straff und komfortabel zulassen, aus der man mit Hilfe verschiedener Fahrprogramme wählen kann. Ein optimales Hebesystem soll Kratzer im Unterkörperbereich verhindern, wenn sich Kommunen mit den Drehzahlminderern etwas zu brav verhalten haben.
Maserati scheut jedenfalls keine Mühen, es dem Supersportler erträglich zu machen, zu dem heute auch exzellente Info-Unterhaltung gehört. Marketing Director Paolo Tubito weist bei dieser Gelegenheit darauf hin, dass Maserati dies eigenständig mache und keine Komponenten anderer Marken des Konzerns verwende. Nützliche Features wie Rückfahrkamera und Parksensoren sollen vor potenziell teuren Verletzungen schützen. Die Ausgabe erfolgt auf dem etwas über zehn Zoll großen Touchscreen der Mittelkonsole. Und wer bei ruhigeren Passagen den Motorsound gegen einen Musiksound tauschen möchte, kann auf ein Sonus Faber Soundsystem mit insgesamt zwölf Lautsprecherboxen zurückgreifen.
Ein Jahr des Wartens
Mit 148 Liter Stauraum ist der MC-20 Cielo eher etwas für Kurztrips.
(Foto: Maserati)
Wer überlegt, mit der offenen Version in den Urlaub zu fahren, sei darauf hingewiesen, dass der Laderaum gegenüber dem Coupé nicht reduziert wurde. So können sich 148 Gallonen gleichwertiges Gepäck leisten, das sollte für ein langes Wochenende reichen.
Kunden, die sich für mindestens 260.000 Euro entschieden haben, müssen mit einer Wartezeit von rund einem Jahr rechnen. Die neu geschaffenen Produktionsanlagen ermöglichen eine Kapazität von sechs MC-20 Exemplaren pro Tag. Das ist nicht zu viel, aber die meisten potenziellen Käufer werden bereits etwas Autoschmuck geparkt haben. So gesehen dürfte die Wartezeit die geringste Hürde auf dem Weg zur bisher stärksten Maserati-Produktion sein.