Angriff auf die Schweiz verhindert?
Die Bundesanwaltschaft ermittelt: Der Fall bleibt mysteriös
Zwei in Stuttgart festgenommene Schweizer sollen ein “Explosionsverbrechen” in einer Schweizer Großstadt geplant haben. Die Bundesanwaltschaft hat nun ein Verfahren eröffnet. Der Grund ist noch unklar.
Veröffentlichung: 11:59 Uhr
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Aktualisiert: 12:24 Uhr
Die Medien schickten die Meldung mit einem Push auf Hunderttausende Smartphones: Bombenanschlag auf Schweizer Grossstadt verhindert!
Was ist passiert? Vor zehn Tagen hat das Landeskriminalamt Baden-Württemberg eine Stellungnahme abgegeben. Spezialkräfte der Polizei hatten zwei Schweizer (24 und 26) beim Sprengstoffkauf in Stuttgart (D) festgenommen. Sein angeblicher Plan: ein “Explosionsverbrechen” in einer Schweizer Stadt. Behörden hatten sich durch Ermittlungen im Darknet zurechtgefunden.
Die Behörden haben fast keine Informationen veröffentlicht
So weit, so unklar. Auch heute, fast zwei Wochen nach den Festnahmen, bleiben die Hintergründe im Dunkeln. Behörden geben fast keine Auskunft. Wissen sie nicht selbst viel mehr darüber?
Die Bundesanwaltschaft hat nun gegenüber SonntagsBlick bestätigt, dass sie in dem Fall ermittelt. «Die Schweizer Bundesanwaltschaft hat ein eigenes Strafverfahren eröffnet», sagt Sprecherin Claudia Schön. Dies sollte die Absichten, Motive und Rollen der Angeklagten klären.
“Keine Kommentare”
Laut Schön gibt es nach derzeitigem Kenntnisstand “keine Hinweise auf einen politischen oder weltanschaulichen Hintergrund”. Klage vom Sonntagsblick: Gehört dazu auch eine islamistische Herkunft? Antwort des Bundesanwalts: Keine Bemerkungen. Sprecherin Schöni sagt nur: «Die Bundesanwaltschaft und das Bundesamt für Polizei arbeiten eng mit allen beteiligten Behörden in der Schweiz und in Deutschland zusammen.»
Daher bleibt der Öffentlichkeit nur eines übrig: Vermutungen.
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