von. – 18.07.2022 12:08 (akt 18.07.2022 12:08)
Die Antonov An-12 ist am Samstag in der Nähe von Kavala in Griechenland abgestürzt. © REUTERS / Stringer
Am Montag wurden die Forschungs- und Bergungsarbeiten an dem Frachtflugzeug Antonov An-12 fortgesetzt, das am Samstag im Nordosten Griechenlands abgestürzt war.
Militär und Rettungskräfte arbeiteten am Montag über Nacht an der Absturzstelle, berichtete die Zeitung Kathimerini am Montag. Auch der letzte der acht Besatzungsmitglieder wurde am Sonntagabend geborgen. Sie sind alle Ukrainer, was auch der ukrainische Konsul in Thessaloniki bestätigte.
Flugzeugabsturz in Griechenland mit Antonov: Tote geborgen
Die Antonow An-12-Maschine einer ukrainischen Fluggesellschaft startete am Samstag von Nis in Serbien und hatte 11,5 Tonnen Munition an Bord. Zielland war Bangladesch, Käufer der Munition war das Verteidigungsministerium von Bangladesch, wie der serbische Verteidigungsminister mitteilte. Über der nördlichen Ägäis meldete der Pilot Triebwerksprobleme und forderte eine Notlandung in Kavala an. Dorthin kam die Maschine jedoch nicht: Etwa 30 Kilometer entfernt krachte sie in ein Feld.
Flugzeugabsturz in Griechenland
TOPSHOT-GRIECHENLAND-SERBIEN-LADERUNFALL © Sakis MITROLIDIS / AFP
Griechenland will gegen Serbiens Umgang mit dem Flugzeugabsturz protestieren
Unterdessen will die griechische Regierung auf diplomatischem Wege gegen Serbiens Umgang mit dem Flugzeugabsturz protestieren. Wie die Zeitung Kathimerini am Montag unter Berufung auf diplomatische Kreise in Athen berichtete, wird sich der griechische Botschafter beim serbischen Außenministerium darüber beschweren, dass Belgrad nicht zeitnah über die Ladung und das Ziel des Flugzeugs, Bangladesch, berichtet habe. Griechenland kritisierte die serbische Seite dafür, dass sie Stunden brauchte, um Athen über den genauen Inhalt und das Ziel zu informieren.
GRIECHENLAND-FLUGZEUG / ABSTURZ © REUTERS / Stringer
Stundenlange Explosionen nach dem Absturz des Flugzeugs
Infolgedessen herrschte am Unfallort Verwirrung. Nach dem Absturz gab es noch Stunden lang Explosionen, und die Dämpfe breiteten sich aus. Zwei Feuerwehrleute wurden mit Atemproblemen in ein Krankenhaus gebracht. Rettungsschwimmer zogen sich schnell komplett zurück und Nachbarn wurden gebeten, das Haus nicht zu verlassen und die Fenster geschlossen zu halten, da nicht klar sei, was sich an Bord der Maschine befinde. Am Sonntagmorgen trafen Experten der NBC-Armee ein, um die Absturzstelle auf giftige Substanzen zu untersuchen, bevor am Sonntag endlich die endgültige Genehmigung erteilt werden konnte.