Auch dänischer Konzern betroffen: Gazprom schließt Shell-Gashahn

Der dänische Konzern betraf auch Gazprom Shell sperrte den Gashahn

31. Mai 2022 um 18:23 Uhr

Da Unternehmen sich weigern, in Rubel zu zahlen, stellt Gazprom die Gaslieferungen an Shell Energy Europe und das dänische Unternehmen Orsted ein. Und das ab diesem Mittwoch. Wie die Dänen berichten, rechnet das Land nicht mit Lieferengpässen.

Der russische Staatskonzern Gazprom wird ab Mittwoch, dem 1. Juni, kein Gas mehr an den dänischen Versorger Orsted und Shell Energy Europe liefern. Auch Deutschland ist betroffen. Orsted und Shell haben Gazprom Export mitgeteilt, dass sie die Rechnungen nicht in Rubel bezahlen werden, wie von Moskau gefordert, sagte das russische Unternehmen. Shell teilte mit, dass Gaslieferungen nach Deutschland nicht in russischer Währung bezahlt würden, teilte Gazprom Export mit. Die maximale jährliche Liefermenge des Vertrages beträgt 1,2 Milliarden Kubikmeter Gas.

Da im April kein Geld geflossen sei, würden die Lieferungen nun eingestellt. Wie Orsted mitteilte, hat Gazprom dem dänischen Konzern mitgeteilt, dass er die Gaslieferungen am Mittwochmorgen um 6 Uhr einstellen werde. Gazprom hält an seiner Forderung fest, Gas in Rubel zu bezahlen: Orsted ist dazu vertraglich nicht verpflichtet und zahlt weiterhin in Euro. Die Situation unterstreiche die Notwendigkeit für die EU, durch den beschleunigten Ausbau erneuerbarer Energien unabhängig von russischem Gas zu werden, sagte CEO Mads Nipper.

In Dänemark sind keine Lieferengpässe zu erwarten. Laut Orsted kann Russland die Gaslieferungen direkt nach Dänemark nicht kappen, weil es keine Gaspipeline direkt von der Energie-Supermacht des Landes gibt. Daher ist es weiterhin möglich, Gas aus Dänemark zu beziehen. Allerdings sollte es dann in größerem Umfang auf dem europäischen Gasmarkt zugekauft werden.

Als Reaktion auf die Sanktionen gegen Russlands Angriffskrieg in der Ukraine hat Moskau den europäischen Ländern befohlen, Energie in russischer Währung zu bezahlen. Andernfalls drohte der Lieferstopp. Der niederländische Gaskonzern Gasterra gab am Montag bekannt, dass Gazprom zwei Milliarden Kubikmeter Gas nicht in die Niederlande liefern werde. Zuvor war die Stromversorgung in Polen, Bulgarien und Finnland eingestellt worden.

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