24.05.2022 18:36 (25.05.2022 07:30)
ÖBB: „Wir prüfen alle Optionen.“ © APA
Nachdem die Nutzung der ÖBB-Züge, insbesondere im Fernverkehr, wieder zugenommen hat und die Staatsbahn vor allem vor stark frequentierten Reiseterminen eine Sitzplatzreservierung dringend empfiehlt, scheint es kein Verbot mehr zu geben, über die Richtung von erforderlichen Reservierungen nachzudenken.
„Wir prüfen alle Optionen“, sagte ein ÖBB-Sprecher dem Kurier (Dienstagausgabe). In letzter Zeit wurden mehrere internationale Modelle analysiert und die eigenen Passagiere nach Reservierungen gefragt.
Alle Optionen liegen auf dem Tisch
In den kommenden Wochen wird alles zusammenlaufen und dann wird entschieden, wie es weitergeht. Von Zwangsbuchungen bis hin zu Maßnahmen, Fahrgäste im Nahverkehr von Fernzügen in Nahverkehrszüge zu verlagern und damit Kapazitäten freizusetzen, liegen alle Optionen auf dem Tisch. Auf jeden Fall sollten Echtzeitinformationen zur Zugbelegung ausgebaut werden. Hier finden Sie beispielsweise auch konkrete Informationen zu Alternativzügen mit geringerer Auslastung.
„Ehrlich gesagt muss man sagen, dass es eher um Führung als um Kapazität geht“, sagte der Sprecher. “Die Tangente ist freitagnachmittags immer gesperrt, egal wie viele Fahrspuren gebaut werden.”
„Ausreichende Kapazität“ über den Tag verteilt
Laut ÖBB ist auf allen Strecken ganztägig ausreichend Kapazität vorhanden. Das Abflauen der Kronenpandemie, hohe Spritpreise und die Jahreskartenzahlung haben die Zahl der Bahnreisenden nach dem Fall der Krone 2020 und 2021 auch in diesem Jahr wieder stark ansteigen lassen. Im Fernverkehr ist die Auslastung bereits gestiegen in den letzten Wochen leicht über dem Vorkrisenniveau. Gerade im grenzüberschreitenden Fernverkehr – sowohl Tag- als auch Nachtzüge – gebe es “eine besonders starke Nachfrage”, teilten die ÖBB dieser Tage der APA mit.
An stark frequentierten Wochenenden wie Christi Himmelfahrt, Pfingsten und Fronleichnam bieten die ÖBB bis zu 10.000 zusätzliche Sitzplätze mit mehr Ausstattung und zusätzlichen Zügen an. Mehr soll es nach Angaben des Sprechers aus Kostengründen nicht mehr geben, zitiert ihn der „Kurier“.