Auf der Suche nach der Tigermücke

natürlichen Umgebung

Die Asiatische Tigermücke wurde letztes Jahr erstmals in Vorarlberg nachgewiesen. Sie beißt hauptsächlich tagsüber und kann Tropenkrankheiten übertragen. Außerdem ist sie viel aggressiver als heimische Mücken. In diesem Jahr wird die Suche nach dieser kleinen Schwarz-Weiß-Mückenart in Vorarlberg intensiviert.

31.05.2022 12.45

Online ab heute, 12.45 Uhr

Die Asiatische Tigermücke kommt häufig in der Nähe menschlicher Siedlungen vor, insbesondere auf großen Parkplätzen und anderen Orten mit größerem Einschleppungspotenzial, sagt Klaus Zimmermann von Inatura. Sie kommen vor allem von Westen her über die Nordostschweiz und Südwestdeutschland nach Vorarlberg.

Aufgrund des aktuellen Klimawandels kann sich die Asiatische Tigermücke auch bei uns immer mehr dauerhaft etablieren. Tigermücken und Strauchmücken sind Behälterbrüter und legen ihre Eier bevorzugt in zeitweise mit Wasser gefüllte Baumhöhlen und ähnliche Kleingewässer ab. Auch Blumentöpfe, weggeworfene Dosen und Flaschen sind ein idealer Nährboden für diese Insekten.

Fotoserie mit 3 Bildern

APA/DPA/STEPHAN JANSEN APA/dpa/Boris Roessler American Center for Disease Control

Nicht nur nervig, sondern auch gefährlich

Im Vergleich zu anderen Mückenarten ist die Asiatische Tigermücke sehr klein, aber auch gut sichtbar. Es hat einen komplett schwarzen Körper mit einem vertikalen weißen Streifen auf der Rückseite. Deutlich zu erkennen sind die weißen Querstreifen am Bauch und die weißen Ringe an den Beinen.

Die Asiatische Tigermücke sollte nicht unterschätzt werden. Es gilt als Überträger von Dengue-, Chikungunya-, West-Nil-Fieber-, Zika- und anderen Viren. Da die Art zudem tagaktiv ist, empfinden Menschen sie als besonders lästig, erklärt Zimmermann. Zu dieser Gruppe gehören neben der Asiatischen Tigermücke auch die Japanische (bzw. Asiatische) und die Koreanische Mücke.

Inatura bittet um Hilfe

Im Zuge des Projektes „Erfassung invasiver Mückenarten in Vorarlberg“ wurden an verschiedenen Stellen Fallen aufgestellt, um Mückeneier zu sammeln. In einer dieser Fallen seien im Juli 2021 mehr als 20 Eier der Asiatischen Tigermücke erfasst worden, erklärt Zimmermann. In diesem Jahr werden diese Arten von Fallen an fünf verschiedenen Orten aufgestellt. Auch das Museum bittet um Mithilfe aus der Bevölkerung.

Wer eine Mücke mit schwarz-weiß beringten Beinen entdeckt, kann in der „Mosquito Alert Application“ ein Foto mit dem Vermerk „Projekt unnatürlich“ oder Bilder einstellen oder die Mücke einfrierend (nicht zerkleinert) in einer stabilen Box töten und direkt an inatura senden , unter Angabe des Standorts und der Kontaktdaten der Suchmaschine, oder nehmen Sie es dorthin.

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