Aufgrund des Klimawandels: Hagel wird größer und gefährlicher

Meteorologen warnen vor Unwettern in der Schweiz

Die Hagelkörner werden immer größer und gefährlicher

Hagel richtet in der Schweiz immer wieder Schäden an. Das dürfte sich in Zukunft noch verschärfen, denn hierzulande wächst der Hagel. Warum das? Und wie kann man sich davor schützen?

Gepostet: 17:02 Uhr

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Aktualisiert: 17:21 Uhr

Es ist Sommer und in der Schweiz gibt es immer mehr Stürme. Am Donnerstag brachen in mehreren Regionen der Schweiz schwere Unwetter aus. In Pfäffikon SZ wurde ein unterirdischer Durchgang des Bahnhofs überflutet, in Thun BE wurde sogar ein Baum von der Aare mitgenommen.

Stürme bringen normalerweise Hagel mit sich. Hagel ist meist harmlos, kann aber auch tennisballgroß werden und beispielsweise Hausdächer schwer beschädigen. Diese Hagelbomben sind hierzulande keine Seltenheit mehr. Das Naturphänomen tritt immer häufiger auf und in der Schweiz wachsen Klumpeneis. Doch wie entsteht Hagel überhaupt?

Die Sturmbildung nimmt zu

Feuchte Luft wird durch Aufwärtsströmungen nach oben transportiert und geht vom gasförmigen in den flüssigen Zustand über. Über Null Grad gefriert das Wasser und wird zu Eis. Durch die Winde rotiert das Eis ständig zwischen kälteren und wärmeren Luftschichten. Die Eiskugeln werden immer schwerer, bis sie schließlich in Form von Hagel zu Boden fallen.

Aber warum wächst der Hagel in der Schweiz? Roger Perret von „MeteoNews“ erklärt: „Durch die wachsende Energie in der Atmosphäre steigen auch die Temperaturen. Dadurch kann die Luft mehr Feuchtigkeit aufnehmen. Dadurch nimmt die Sturmbildung zu und Hagel wird im Durchschnitt weiter zunehmen.“ die Zukunft. “

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„Direkter Zusammenhang mit dem Klimawandel“

Neben der Größe erhöht es auch die Hagelhäufigkeit. „Das hängt direkt mit dem Klimawandel zusammen. Das ist keine Illusion, aber es lässt sich mit Daten aus der Vergangenheit nachweisen“, sagt Perret.

Fachlich gelten Eiskristalle ab einem Durchmesser von fünf Millimetern als Hagel. Kleinere Eiskörner werden Aiguaneig genannt. Das grösste Hagelkorn der Schweiz wurde übrigens laut historischen Quellen am 2. August 1927 gefunden und hatte einen Durchmesser von rund 13 Zentimetern.

Hagel ist das zweitgefährlichste Naturphänomen

Wie können Sie sich vor dem immer häufiger und zunehmend werdenden Hagelschlag schützen? Laut Perret gibt es nur wenige Maßnahmen. „Wer eine Garage hat, sollte das Auto vor einem Sturm in die Garage stellen. Landwirte können die Hagelnetze über ihr Obst und Gemüse spannen.“

Gemäss einem Bericht des Bundesrates aus dem Jahr 2016 steht Hagel unter den Schäden durch Naturgefahren an zweiter Stelle. 31,1 Prozent der Fälle in der Schweiz sind auf Hagel zurückzuführen. Allein die Hochwasserschäden sind mit 35,9 Prozent noch größer.

Schäden in Millionen

Hagel verursacht hierzulande durchschnittlich jährlich Schäden an Gebäuden von rund 93 Millionen Franken. Auch Ernten erleiden jährliche Hagelschäden von 65 Millionen Franken. In den USA belaufen sich Hagelschäden auf 10 Milliarden Franken pro Jahr.

In der Schweiz wird es diesen Sommer wohl noch ein paar Hagelschauer geben. Anfang nächster Woche werden schwere Stürme erwartet. Dann kann es auch lokal hageln“, erklärt Perret. “Über das Wochenende bleibt die Lage aber mit dem Eintrag trockener Luft ruhig.” Mehr über das aktuelle Wetter erfahren Sie in unserem Wetter-Ticker. (obf)

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