Aus diesem Grund fallen die Ölpreise deutlich

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Am Nachmittag kostete ein Barrel (159 Liter) Nordseesorte Brent 100,11 US-Dollar. Das waren 4,98 $ weniger als am Montag. Der Preis für ein Barrel West Texas Intermediate (WTI) fiel um 4,66 $ auf 92,35 $.

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Die Ölpreise wurden durch Nachrichten aus dem Irak nach unten gedrückt. Die staatliche irakische Ölgesellschaft Somo sagte, die Ölexporte seien trotz des heftigen Konflikts im Land unverändert geblieben. Der politische Konflikt im Irak eskalierte in der Nacht zum Dienstag weiter. Die Videos zeigten die Miliz Saraja al-Salam unter der Führung des einflussreichen Schiitenführers Muqtada al-Sadr, die in Bagdads sogenannter Grüner Zone schwere Kämpfe mit dem Iran loyalen Milizen führte. Der Irak ist ein bedeutendes Ölförderland und Mitglied des OPEC-Ölkartells.

Die Rohölpreise sind am Montag stark gestiegen. Auslöser war die Sorge um das ohnehin knappe Angebot. Neben den Unruhen im Irak beunruhigt auch die Lage in Libyen die Märkte. „Am Wochenende kam es in der libyschen Hauptstadt Tripolis zu gewalttätigen Auseinandersetzungen mit mehreren Todesopfern, die neue Zweifel an der Stabilität des Landes und damit auch an der Ölförderung in Libyen aufkommen lassen“, schreibt Commerzbank-Experte Carsten Fritsch. Die dortige Produktion hatte sich nach monatelanger Sperrung von Ölfeldern und Häfen gerade wieder normalisiert. Hinzu kommen Aussagen aus Saudi-Arabien, einem besonders ölreichen Land, das auf eine künftig geringere Förderung aus dem OPEC+-Ölverbund hindeuten könnte.

Preisprämien werden durch die Nachfrageseite begrenzt. Dort dominiert die Sorge, dass die erwartete deutliche Abschwächung der Weltwirtschaft die Nachfrage nach Rohöl, Benzin und Diesel deutlich reduzieren könnte. Unabhängig davon verharren die Ölpreise nach wie vor auf einem hohen Niveau, vor allem aufgrund des Krieges in der Ukraine und strenger Sanktionen westlicher Staaten gegen Russland.

/jsl/nas

dpa-AFX

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Fotos: PhotoStock10 / Shutterstock.com, QiuJu Song / Shutterstock.com

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