Ausgerufene erhebliche Schadenslage: Waldbrand in der Lieberoser Heide fordert Einsatzkräfte heraus
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Audio: Brandenburgische Antenne | 04.07.2022 | Schneider/Jahn | Bild: rbb / Josefine Jahn
In der Lieberoser Heide gab es einen Waldbrand. Aufgrund des Windes breiteten sich die Flammen schnell aus, derzeit ist eine Fläche von 13 Hektar betroffen. Löscharbeiten sind schwierig, ein Helikopter muss wegen eines Defekts am Boden bleiben.
Der Waldbrand in der Lieberoser Heide im Landkreis Dahme-Spreewald stellt die Einsatzkräfte vor eine Herausforderung, die inzwischen auf einer Fläche von 13 Hektar brennt, so der rbb aus der Einsatzzentrale. Die Situation könnte sich wegen der anhaltenden Dürre verschärfen, sagte der brandenburgische Waldbrandschutzbeauftragte Raimund Engel am Montagabend gegenüber Brandenburg Aktuell.
Mit einem Großaufgebot versuche die Feuerwehr, den Brand einzudämmen, sagte Bezirksbrandmeister Christian Liebe dem rbb. Da das Gebiet jedoch mit Munition kontaminiert ist, kann der Brand nur aus größerer Entfernung oder aus der Luft bekämpft werden. Rund 100 Feuerwehrleute und 26 Fahrzeuge waren im Einsatz.
Aktuell kann ein Hubschrauber der Bundespolizei wegen eines technischen Defekts nicht fliegen. Er wird am Dienstag durch einen neuen Hubschrauber ersetzt, erfuhren RBB-Reporter.
Zudem überwacht ein Hubschrauber der Landespolizei Brandenburg die Lage mit Kontrollflügen. Darüber hinaus unterstützen das Deutsche Rote Kreuz und die Johanniter Unfallhilfe Südbrandenburg die Löscharbeit. „Wir bereiten uns auf einen langen Einsatz vor“, sagte der Bezirksfeuerwehrkommandant Liebe.
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Im Moment gibt es keine Evakuierungsdrohungen
Laut Raimund Engel brennt das Feuer nicht in der Nähe eines Wohngebiets. Es wird daher nicht davon ausgegangen, dass es zu Evakuierungen kommen wird. Die nächste Stadt ist Butzen, ein Ortsteil der Gemeinde Spreewaldheide, mit knapp 200 Einwohnern.
Der für Dahme-Spreewald zuständige Landkreis teilt mit, dass der Brand seit 13.30 Uhr als Großschadenslage gilt. Im Landkreis liegt die Waldbrandgefährdungsstufe wie in Teltow-Fläming und Elbe-Elster derzeit bei vier. Das ist die zweithöchste Bewertung.
Zuletzt war 2019 ein Feuer in der Lieberoser Heide ausgebrochen.
Laut Engels hat es in diesem Jahr bereits 300 Brände in ganz Brandenburg gegeben. In der Lieberoser Heide, rund 30 Kilometer nördlich von Cottbus, kam es in den vergangenen Jahren wiederholt zu Bränden, zuletzt im Jahr 2019. Löscharbeiten in diesem Bereich sind schwierig, da es sich um ein altes Truppenübungsplatz handelt und das Gebiet immer noch belastet ist. mit Munition heute.
Brandenburg hat den größten Anteil an munitionsverseuchten Flächen in Deutschland. Es gibt Konversionszonen – Gebiete, die mit dem Abzug russischer Truppen belastet sind – sowie ehemals militärisch genutzte Flächen. Auf 350.000 Hektar vermutet man noch die Artillerie des Zweiten Weltkriegs.
Ausstrahlung: Antenne Brandenburg, 04.07.2022, 16:30 Uhr