Stand: 04.08.2022 16:15
Fahranfänger verursachen häufiger Autounfälle. Möglicherweise gibt es eine Lösung: Begleitetes Fahren ab 17 Jahren reduziert laut einer Analyse das Unfallrisiko bei jungen Erwachsenen.
Wer das Fahren mit einem Erwachsenen auf dem Beifahrersitz übt, verursacht weniger Unfälle. Laut einer Analyse des Versicherers HUK Coburg ist die Unfallhäufigkeit bei jungen Autofahrern um 25 Prozent geringer, wenn sie bereits mit 17 Jahren den Führerschein gemacht und das sogenannte begleitete Fahren praktiziert haben.
Laut der Studie ist der Effekt bei 18- und 19-Jährigen stärker: Wenn 17-Jährige in Begleitung eines Erwachsenen fuhren, reduzierte sich ihr Unfallrisiko um 28 % im Vergleich zu denen, die sie selbst gefahren sind ohne Führerschein erst ab 18 Jahren und ohne Begleitung fahren.
Dieser Effekt wirkt laut Versicherer langfristig: Die Schadenhäufigkeit bei den 23- bis 24-Jährigen ist immer noch um 25 Prozent geringer als bei einer vorherigen Begleitung mit 17 Jahren.
Die Pläne der Ampelkoalition führen vom 16
Beim begleiteten Fahren können 17-Jährige mit einem Erwachsenen auf dem Beifahrersitz, oft einem Elternteil, üben. Die Ampelkoalition prognostiziert, dass Autofahren künftig mit 16 Jahren möglich sein wird. Auch das begleitete Fahren mit 16 Jahren könnte den Verkehr sicherer machen, so die Experten der Versicherung.
Statistisch gesehen verursachen jüngere und ältere Verkehrsteilnehmer die meisten Unfälle. Im Durchschnitt fahren Fahrer mittleren Alters sicherer. Aus diesem Grund werden die Versicherungsprämien auch an die Altersgruppe der Reisenden angepasst. Junge und sehr alte Autofahrer zahlen höhere Prämien für die Autoversicherung.