„Avatar“ und „Titanic“ erhalten Remastering mit hoher Bildrate

Die Filme „Avatar“ und „Titanic“ sollen nicht nur in 4K-Auflösung und mit erhöhtem Kontrastumfang (High Dynamic Range, HDR) erscheinen, sondern auch das sogenannte HFR-Remastering erhalten. Filme laufen mit einer höheren Bildrate (High Frame Rate, HFR) als die üblichen 24 Bilder pro Sekunde für Spielfilme (ebenfalls 25 Bilder pro Sekunde für europäische Produktionen).

Das teilte die beauftragte Firma Pixelworks mit, deren Technologie „TrueCut Motion“ zum Einsatz kommen wird. Das Besondere an dieser Lösung ist, dass Filme mit 24 Bildern pro Sekunde nicht nur eine schnellere Bildrate erhalten, sondern jedes einzelne Bild individuell angepasst wird. Folglich sollte die Technik in ruhigeren Szenen weniger stark eingreifen.

In Kombination mit anderen Postproduktions-Tools soll der typische „Cinematic-Look“ erhalten bleiben. Kritiker der HFR-Produktionen sind beunruhigt über das, was sie als „Seifenoper“-Effekt ansehen, dem sie oft begegnen. Vorder- und Hintergrund würden sich (insbesondere beim Schwenken) voneinander abheben, als ob die Schauspieler vor Kartonhintergründen agieren würden. Auch schnelle Bewegungen spielten sich ruckelfrei, sahen aber unnatürlich aus. So ziemlich alles erinnert an eine billige „Seifenoper“-Produktion.

Im Kino zu Hause

Die Technik lässt sich laut Pixelworks nicht nur im Kino, sondern auch im Wohnzimmer einsetzen. Allerdings scheint die Umsetzung von einem geeigneten Videoprozessor im Fernseher abzuhängen, der die Wiedergabe anhand von Metadaten im Videodatenstrom regelt. Die passenden Geräte sind seit diesem Jahr bei TCL erhältlich.

Interessanterweise kann „TrueCut Motion“ auch für native High-Framerate-Aufnahmen verwendet werden. In diesem Fall wird Bewegungsunschärfe hinzugefügt.

(Neu)

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