BA.5 erhöht Infektionen Die Mutante breitet sich nach Portugal aus

Stand: 01.06.2022 10:00 Uhr

In Portugal ist die Zahl der Kroneninfektionen zuletzt stark gestiegen. BA.5, eine Mutante der omicron-Variante, scheint dafür verantwortlich zu sein. Die Regierung wartet.

Von Franka Welz, ARD-Studio Madrid

Fast 190.000 neue Kroneninfektionen zwischen dem 17. und 23. Mai erwarten Wolken in Portugal für einen halbwegs normalen Sommer. Laut Statistiken der Zentren für die Kontrolle von Krankheiten der Europäischen Union hat Portugal derzeit die höchste Inzidenz von sieben Tagen auf dem europäischen Kontinent.

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Der portugiesische Staatssekretär für Gesundheit, António Lacerda Sales, schätzt die Situation wie folgt ein: „Zum Glück scheint die Übertragungsrate rückläufig zu sein. Aber wir müssen in den nächsten zwei bis drei Wochen noch mit einer relativ hohen Sterblichkeitsrate rechnen. Deshalb.“ wir bitten immer wieder um Vorsicht.”

Die Zahl der Toten pro Krone stieg

Tatsächlich ist mit den Neuinfektionen die Zahl der Todesfälle pro Krone in Portugal wieder gestiegen. In einer Woche waren es 230, die meisten davon ältere Menschen. Krankenhäuser erleben auch in Portugal die sechste Kronenwelle: Die Bettenbelegung mit Kronenpatienten stieg in einer Woche um 27 Prozent.

Allerdings ist die Gesundheitslage in Portugal nicht mehr so ​​kritisch wie Anfang 2021. Damals waren die Intensivstationen völlig überfüllt. Vor den Kliniken mussten Kühlcontainer aufgestellt werden, weil in den Bestattungshäusern kein Platz mehr war.

Maskenpflicht neu eingeben?

Allerdings gibt es Aufrufe zur Rückkehr zur Maskenpflicht. Seit Ende April gilt dies nur noch für öffentliche Verkehrsmittel, Gesundheitseinrichtungen und Pflegeheime. Präsident Marcelo Rebelo de Sousa sagt, dass die Gesundheitsbehörden prüfen müssen, ob es sich lohnt, sie für zwei oder drei Wochen wieder einzuführen.

Schließlich kennt jeder die Risiken. Es stimmt, dass sich das Virus wieder ausbreitet, aber mit weniger schwerwiegenden Auswirkungen als andere Wellen.

Die Menschen müssen eigenverantwortlich handeln

Denn die Omicron-Subvariante BA.5, die mittlerweile für 80 Prozent aller Neuinfektionen in Portugal verantwortlich ist, ist ansteckender als andere Varianten, scheint aber seltener schwere Verläufe zu verursachen. Auch deshalb begnüge sich die Regierung derzeit mit Appellen an die Eigenverantwortung der Bürger, eine Art erste Bürgerpflicht, so der Staatssekretär für Gesundheitsvertrieb: „Jetzt liegt es an allen, an unserer Mit- Verantwortung im Kampf gegen die Pandemie, die immer noch besteht“.

Das Virus hält an, daher müssen wir uns alle verantwortungsvoll verhalten.

Gesundheitsbehörde für die Verwendung einer Maske

Die Leiterin der portugiesischen Gesundheitsbehörde DGS, Graça Freitas, empfiehlt, die Maske wieder drinnen und in großen Menschenmengen abzulegen. Frühe Gastronomen wollen Masken an Restaurants und Kneipen zurückgeben; Aufgrund der zahlreichen Infektionen fehlt oft wieder Personal.

Auch andere Wirtschaftszweige wie Textil und Hotellerie sind betroffen. Vor allem die portugiesische Tourismusbranche rechnet mit einem baldigen Abflauen der jüngsten Welle, denn im April liefen die Geschäfte der Branche erstmals seit Beginn der Pandemie besser als 2019.

Portugiesisches BA.5-Problem

Franka Welz, ARD Madrid, 01.06.2022 09:23

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