Die ukrainische Hauptstadt Kiew wurde am Sonntag Opfer eines weiteren Angriffs der russischen Armee. Bundeskanzler Karl Nehammer ist überrascht.
Der Krieg in der Ukraine wütet seit mehr als vier Monaten. Am Sonntagmorgen war die Hauptstadt Kiew Ziel weiterer russischer Angriffe. Bürgermeister Vitali Klitschko meldet einen Raketenangriff im Stadtteil Shevchenko.
Der Liveticker von „Heute“ über den Krieg in der Ukraine
Die Kanzlerin spricht Macht
Der österreichische Bundeskanzler Karl Nehammer verurteilte die Bilder, die aus Kiew zu ihm kamen, aufs Schärfste: „Diese grausamen Raketenangriffe auf Zivilisten, Wohnhäuser mit Frauen und Kindern sind unerträglich. Ich verstehe nicht, wie diese Verbrechen begangen werden können. Dafür ist die Föderation Russland verantwortlich.“ Barbarei. Eine Art Krieg.“
Nach ersten Informationen aus der Ukraine mussten Bewohner aus zwei Gebäuden gerettet werden. Ob bei dem Angriff Menschen verletzt oder gar getötet wurden, ist noch nicht bekannt. Die ukrainischen Streitkräfte bestätigten jedoch, dass Russland mehrere verschiedene Ziele in der West- und Südukraine angreift.
Das Video der Raketenangriffe in Kiew
Russland hatte bereits am Samstag Raketenangriffe auf die westukrainische Stadt Sarny gestartet. Mindestens drei Menschen sollen gestorben sein. Russland hatte auch die Eroberung der Stadt Sievjerodonetsk gemeldet. Die russische parteipolitische Nachrichtenagentur TASS hatte mitgeteilt, dass die Ukrainer auf die dortige Chemiefabrik geschossen hätten.
Über die Aggression sprach auch der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj: „Sie sind eine weitere Bestätigung unserer Position, dass Sanktionen gegen Russland nicht ausreichen.“ Das Ziel der ukrainischen Führung bleibt daher, die von Russland besetzten Städte zurückzuerobern.
Nav-Compte TK Zeit26.06.2022, 18:19 | Akt: 26.06.2022, 18:19