Baumgartner über Rangnicks Verpflichtung: „Es ist nicht so einfach, die Österreicher zu überzeugen“

Ralf Rangnick gibt am Freitag sein Teamchef-Debüt in Österreich. Die Erwartungen der Deutschen sind hoch.

Als Ralf Rangnick kurz vor der Abreise nach Kroatien auch noch den neu angekommenen David Alaba im Hotel begrüßte, konnte das Österreich-Abenteuer für den neuen Teamchef erst richtig beginnen. „Genug gefeiert“, der Innenverteidiger von Real Madrid hat den Champions-League-Sieg gefeiert, laut dem neuen Trainer gilt nun die volle Konzentration der Mannschaft. Ohne Zweifel: Rangnick hat Großes vor; Schließlich sind seine Erwartungen riesig.

Diese übernahm Rangnick vor seinem Debüt am Freitag gegen den Weltvizemeister Kroatien in Osijek (20.45 Uhr/ORF & DAZN). „Österreich ist seit langem für seine Heldentaten bekannt“, sagte der 63-Jährige mit Blick auf die FIFA-Weltrangliste, wo sein Team derzeit nur auf Platz 34 rangiert, ebenso wie Dänemark, die Schweiz, Wales, Schweden und der Iran vor uns weiß nicht, ob das so sein sollte.”

Tolle Worte, denen Rangnick nach seiner Zeit bei Manchester United nun Taten folgen lassen müssen. Während alte Nationalspieler wie Austria-Trainer Klagenfurts Peter Pacult beklagten, dass Österreichs Nationaltrainer zum dritten Mal in Folge aus dem Ausland kommt, reagierten die Spieler durchweg positiv.

Baumgartner: „Das Beste, was Österreich erreichen konnte“

„Jetzt warten die Österreicher auf den neuen Teamchef, und es ist nicht so einfach, die Österreicher zu überzeugen“, sagte Christoph Baumgartner von Rangnicks Ex-Klub TSG Hoffenheim. Kicker und er sparte nicht mit Lob: “Das ist meiner Meinung nach das Beste, was Österreich erreichen konnte.”

RB Leipzig-Mittelfeldspieler Konrad Laimer sieht das ganz ähnlich. Rangnick sei “ein sehr ehrgeiziger Mensch, der der erfolgreichste sein will. Ich bin mir ziemlich sicher, dass wir eine tolle Zeit haben werden.”

Aufgrund seiner Leipziger Vergangenheit repräsentiert Rangnick den in Österreich praktisch erfundenen „Red-Bull-Fußball“. Die Erwartungen an jemanden, der bis vor kurzem noch den fünfmaligen Weltfußballer Cristiano Ronaldo trainierte, sind also hoch. Eigentlich wollte Rangnick bis 2024 als Berater für Manchester arbeiten, doch nun verzichtet er auf diese Doppelrolle.

Alaba war gegen Kroatien noch gerettet

Auf seine erste Saison als Bundestrainer soll die volle Konzentration gerichtet sein, in der Nations League warten neben Kroatien mit Dänemark und Frankreich noch zwei weitere Partien. Der jüngste Alaba rettet zumindest gegen die Kreuzritter und bleibt stattdessen in Wien. „Dann geht es gegen Dänemark los“, sagte Rangnick.

Als Österreich mit Franco Foda die Winter-WM in Katar verpasste, dachte Rangnick lange, Wunder seien zunächst nicht zu erwarten. Es ist immer noch voller Energie. “Die Erwartungshaltung ist hoch. Das Ziel ist klar, wir wollen ein gutes Spiel machen und natürlich gewinnen”, sagte er am Donnerstag, “es ist Zeit zu starten.”

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