Beeilen Sie sich zur Präsentation der Memoiren von Rudolf Schönwald

„Die Welt war ein Irrenhaus“ heißt die Lebensgeschichte des 1928 geborenen Künstlers und Kunsterziehers Rudolf Schönwald, die von Erich Hackl neu erzählt wird. Die gestrige Präsentation im obersten Stockwerk der Ulysses Gallery in Wien sorgte für einen vollen Andrang und ein dichtes Gedränge. Zu den Gastgebern John Sailer gehörten die ehemalige Burgtheater-Intendantin Karin Bergmann und der Architekt Luigi Blau, die Publizistin Barbara Coudenhove-Kalergi, der Historiker Philipp Blom und die Filmlegende Peter Kubelka.

Gemeinsam mit Rudolf Schönwald, der am 30. Juni seinen 94. Geburtstag feiert, wurden die Besucher in die Anekdoten der wilden Wiener Kunstszene der 1950er Jahre hineingezogen, Begegnungen mit Klaus Kinski, Jean Genet und Roger Blin machen das Buch zu einem Lesevergnügen. Schönwalds Geschichten aus jenen Jahren stehen im Mittelpunkt des Buches, das auch eine Überlebensgeschichte ist. Rudolf Schönwald und sein Bruder überlebten in prekären Verhältnissen. Den Massendeportationen und Massakern an ungarischen Juden konnten sie nur dank der Hilfe engagierter Menschen und Glück in manchen heiklen Situationen entkommen.

(SERVICE – Rudolf Schönwald: „Die Welt war ein Irrenhaus. Meine Lebensgeschichte. Nacherzählt von Erich Hackl“, Zsolnay Verlag, 302 Seiten, 26,80 Euro)

Leave a Comment

Your email address will not be published. Required fields are marked *