Standdatum: 24. Juni 2022.
Bild: Imago | Christian Ode
- Der Infizierte in Bremen ist isoliert
- Wo sich die Person angesteckt hat, ist laut Behörden unklar
- Experten schätzen, dass das Pockenrisiko bei Affen gering ist
In Bremen gibt es den ersten Infektionsfall durch die Pocken der Affen. Wo genau sich die Person mit dem Virus angesteckt hat, ist nach Angaben der Gesundheitsbehörde nicht klar. Da er nicht im Urlaub war, verbrachte er wahrscheinlich Zeit in oder um Bremen. Aber dir geht es gut. Daher wird die infizierte Person isoliert. Die ebenfalls in Bremen lebenden Kontaktpersonen befinden sich nach Behördenangaben in häuslicher Quarantäne.
Das Virus verursacht in der Regel nur leichte Symptome wie Fieber, Kopfschmerzen, Muskelschmerzen und Hautausschlag. Pocken können aber auch schwere Verläufe haben, in Einzelfällen sind tödliche Erkrankungen möglich. Die Folgen einer überstandenen Infektion können Narbenbildung und selten Erblindung sein. Allerdings schätzen Mediziner die Risikolage als gering ein, da das Virus nur durch engen Körperkontakt, also durch Körperflüssigkeiten oder Schorf, übertragen wird und nicht durch Ansteckung durch Tröpfchen wie Niesen, Husten oder Sprechen.
Die Behörde sieht keine weitreichende Gefahr durch die Pocken des Affen
Auch das Bremer Gesundheitsamt weist darauf hin, dass kein Grund zur Sorge bestehe. Die Affenpocken seien in keiner Weise mit dem Kronenvirus vergleichbar, sagte Behördensprecher Lukas Fuhrmann. Daher ist das Affenpockenvirus viel schwieriger von Mensch zu Mensch zu übertragen.
Der nun bestätigte Fall Bremen stellt für Stadt und Land keine Gefahr dar.
Lukas Fuhrmann, Sprecher des Bremer Gesundheitsamtes
Anfang Mai wurde in Großbritannien ein Fall von Affenpocken festgestellt; Experten zufolge war der Erreger bereits in vielen Ländern im Umlauf. Der erste Fall in Deutschland wurde in Bayern gemeldet. Inzwischen gab es in mehreren Bundesländern bereits Infizierte.
Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Rundschau, 24. Juni 2022, 17 Uhr