Bei Treuenbrietzen stehen rund 60 Hektar Wald in Flammen

Potsdam-Mittelmark – Bei Treuenbrietzen werden rund 60 Hektar Wald in Brand gesteckt

dpa / Jörg Carstensen

Video: rbb24 Brandenburg aktuell | 17.06.2022 | Katrin Neumann Bild: dpa / Jörg Carstensen

Inzwischen hat sich das Feuer in einem Wald bei Treuenbrietzen noch weiter ausgebreitet. Löscharbeiten sind schwierig, die Brandstelle ist mit Munition kontaminiert. Vor einigen Jahren gab es an gleicher Stelle einen verheerenden Brand.

Bei Frohnsdorf bei Treuenbrietzen (Potsdam-Mittelmark) ist am Freitagnachmittag ein Waldbrand ausgebrochen. Das Feuer habe sich am Abend auf rund 60 Hektar ausgebreitet, sagte Kreissprecherin Andrea Metzler am Freitagabend gegenüber rbb|24. Es umfasst eine Fläche von 84 Fußballfeldern.

Die Löscharbeiten seien schwierig gewesen, teilte die für die Feuerwehr zuständige Landesleitstelle in der Frage des rbb mit. Das Gebiet war mit Munition verseucht, Einsatzkräfte konnten den Brand nur von gesicherten Straßen aus bekämpfen. Kleine Detonationen sind bereits aufgetreten. Berichten zufolge ging der Feueralarm um 13:10 Uhr ein. Die Brandursache ist noch nicht bekannt.

Seit dem Nachmittag warnt der Zivilschutz die Bevölkerung rund um Treuenbrietzen, Linthe und Niemegk, Fenster und Türen geschlossen zu halten.

„Im Moment haben wir noch genug Wasser“

Am Abend seien etwa 400 Feuerwehren, die Bundeswehr und das THW vor Ort gewesen, sagte Landrat Marko Köhler (SPD) gegenüber rbb24 Brandenburg Strom. Es gab auch den Munitionsbergungsdienst. Laut Metzler kommen auch Wasserwerfer der brandenburgischen Polizei zum Einsatz.

Am Abend bestand jedoch keine Gefahr für die umliegenden Dörfer, sagte Landrat Köhler. “Ist […] relativ leise wirkt sich das ein bisschen auf unsere Briefe hier aus.“ Er fügte hinzu: „Wasser haben wir gerade noch genug.“ Allerdings ist die Lage dynamisch um die Feuerwehr vor Ort zu unterstützen.

Im Brandgebiet ist mit Verkehrsbehinderungen zu rechnen. Die Verbindungsstraße zwischen Treuenbrietzen und Jüterbog wurde am Abend teilweise gesperrt.

Am selben Ort wie das große Feuer von 2018

Bis nach Brandenburg sei eine massive Rauchwolke zu sehen, sagte DIM-Nachrichtenschützer Raimund Engel der Nachrichtenagentur DPA. Der Einsatz von Feuerwehrleuten könnte schwierig werden, da es sich auch um einen Artillerie-Verdachtsbereich handelt. Wie die Regionale Leitstelle auf Anfrage des rbb | 24, Geräusche waren aus dem betroffenen Bereich zu hören. Derzeit könnten Einsatzkräfte nur von außen gelöscht werden.

Bereits im Spätsommer 2018 hatte es an gleicher Stelle einen verheerenden Waldbrand gegeben. Damals wurden im Südwesten Berlins 400 Hektar Wald zerstört. Aufgrund des Großbrandes mussten mehr als 500 Menschen die Dörfer Frohnsdorf, Klausdorf und Tiefenbrunnen verlassen.

Bild: dpa / Jörg Carstensen

Die Leitstelle bittet die Anwohner, die Gefahrenhinweise zu beachten

Die Leitstelle bittet darum, Notrufnummern von Feuerwehr und Polizei für Notrufe freizuhalten. Anwohner werden gebeten, die Durchsagen von Polizei und Feuerwehr zu beachten und den Anweisungen der Einsatzkräfte Folge zu leisten. Türen und Fenster sollten geschlossen bleiben, Lüftungs- und Klimaanlagen sollten abgeschaltet werden.

„Rettungskräften ungehinderten Zugang zum Einsatzgebiet ermöglichen“, heißt es in den Gefahrenhinweisen. Plus: “Sag es deinen Nachbarn und hilf mit!”

Sendung: rbb24 aktuell Brandenburg, 17.06.2022, 19:30 Uhr

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