Berlin-Raser (29) tötete einen Lehrer, wollte fliehen

Bei einem schrecklichen Vorfall in Berlin ist eine Lehrerin ums Leben gekommen. Ein 29-jähriger Mann krachte in eine Gruppe von Studenten und dann in eine Parfümerie.

Es war gegen 10.30 Uhr, als die Berliner Einsatzkräfte Großalarm schlugen. Mitten in der Innenstadt, nahe der Gedächtniskirche und dem berühmten Kurfürstendamm, raste ein Kleinwagen in eine Menschenmenge, kam von der Straße ab und prallte gegen das Fenster einer Douglas-Filiale. Eine Person starb sofort und acht weitere wurden zum Teil schwer verletzt. Fünf von ihnen sollen sich in Lebensgefahr befinden.

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Lehrer auf Klassenfahrt getötet

Kurz vor 14 Uhr wurden erste Details zur Identität der Opfer und des mutmaßlich toten Läufers bekannt. Bei dem Opfer handelt es sich um einen verheirateten Lehrer, der mit einer hessischen Schulklasse auf die Einkaufsmeile gegangen war.

Ein Kollege soll von dem Auto angefahren worden sein, sagte ein Augenzeuge, der sich um die geschockten Jugendlichen kümmerte, gegenüber der Journalistin Antje Hildebrandt. Es ist nicht bekannt, ob einer der Schüler bei dem Vorfall verletzt wurde.

Erste Details zum Death Guide

Polizeisprecher Thilo Cablitz sagte gegenüber deutschen Medien, es sei noch nicht klar, ob es sich um einen Autounfall oder eine vorsätzliche Tat handele. Der Fahrer sei jedoch “deutlich unter dem Eindruck, was passiert”. Doch was jetzt bekannt ist: Der Fahrer des silbergrauen Renault Clio ist nach Angaben der Exekutive ein 29-jähriger Deutsch-Armenier. Der Mann lebt in Berlin. Sein Aussehen wird als korpulent und kahlköpfig beschrieben.

Er wurde am Tatort festgenommen, nachdem er von einem mutigen Zuschauer gefangen gehalten worden war, bis ein Polizeibeamter eintraf. Offenbar wollte er zu Fuß fliehen. Am Ende klickten die Handschellen und der mutmaßliche Täter wurde mit einer Decke über dem Kopf und einem Gefängniswagen zum Verhör ins Bundespolizeipräsidium Bahnhof Zoo gebracht.

Unfall oder fahrender Halter?

Nun laufen die Ermittlungen, allen Hinweisen auf eine mögliche vorsätzliche Tat wird nachgegangen. Spuren und Augenzeugen stellen einen Unfall in Frage, doch zu unübersichtlich ist die Lage noch. “Aber ich will nicht spekulieren”, sagte Polizeisprecher Cablitz mit Blick auf die Entfernung zwischen den beiden Absturzstellen. Zwischen dem Ersttreffer und dem Endpunkt der tödlichen Fahrt liegen etwa 200 Meter.

Schlechte Erinnerung an den Angriff

Jedenfalls weckt der Vorfall schlimme Erinnerungen an den Anschlag auf dem Weihnachtsmarkt am 19. Dezember 2016. Wenige Meter von der aktuellen Absturzstelle entfernt, am Breitscheidplatz, tötete ein islamistischer Killer in einem Lastwagen zwölf Menschen und Dutzende weitere, zum Teil Verletzte Ernsthaft.

Nav-Account rcp Time08.06.2022, 21:28 | Akt: 08.06.2022, 21:28

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