Romy auf einem Foto von 1974. In Berlin gibt es keine Gedenktafel für sie Foto: picture-alliance / dpa
Von Franziska von Mutius
Er war einfach sehr glücklich in Berlin … Filmlegende Romy Schneider (†43) hatte hier seine beste Zeit. 1953 machte er seine ersten Probeaufnahmen in den Ufa-Studios. 1965 verliebte sich Romy in ihren späteren Ehemann Harry Meyen (†54) und lebte mit ihm in der Winkler Straße 22 im Grunewald.
Nur in Berlin, sagte er einmal, fühle sich Romy Schneider frei und glücklich. Wir haben die Gartenfeste des damaligen Bürgermeisters Willy Brandt (†78) genossen.
Am Sonntag jährt sich der Todestag der Legende „Sissi“ zum 40. Mal. Daher erwartet das Romy Schneider Archiv und Museum des Berlin-Instituts eine Ehrung durch das Land Berlin. Der Wunsch: An der Winkler Straße eine Gedenktafel anzubringen.
Romy Schneider und Harry Meyen mit ihrem Sohn David im Kinderwagen bei einem Spaziergang durch Berlin Foto: picture alliance / SvenSimon
Doch das Land Berlin lehnte ab. Die Gedenkstätte schrieb kurz an den Verein: „Der Historische Beirat hat keine Empfehlung für eine Gedenktafel für Romy Schneider ausgesprochen. Es werden immer mehr Gedenktafeln vorgeschlagen, als man sich vorstellen kann.“
Auf Nachfrage der BZ wollte eine Sprecherin ebenfalls keine Angaben zu den Gründen machen. “Jury-Stimmen werden vertraulich behandelt.”
Die Leiterin des Instituts, Ariane Rykov, sagte gegenüber BZ: „Ich bin sehr enttäuscht, dass die Stadt Berlin eine Gedenktafel für Romy Schneider abgelehnt hat. Die Begeisterung für sie ist ungebrochen. Das schaffen nur sehr wenige Künstler.“
Daher sei es “traurig, dass die Stadt Berlin einer Ausnahmekünstlerin wie Romy, die ein immenses künstlerisches Erbe hinterlassen hat, diese Ehre nicht zuteil werden lässt.”
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