Besuch eines bayerischen Kraftwerks | Merz und Söder fordern sofort eine Atomentscheidung

Besuch eines bayerischen Kraftwerks |

Merz und Söder fordern sofort eine Atomentscheidung

Über den Stichtag für Atomkraftwerke muss die Bundesregierung im September entscheiden: Friedrich Merz (66) hat jetzt mit Ministerpräsident Markus Söder (55, CSU) das bayerische Kraftwerk Isar 2 bei Landshut besucht.

Anschließend sagte er: „Nach dem Besuch bin ich davon überzeugt, dass die Fortführung des Betriebs technisch, personell und rechtlich möglich ist. Bleibt die Frage: Wollen wir das auch politisch.“

An Bundeskanzler Olaf Scholz (64. SPD) gerichtet, erklärte er: „Wir brauchen eine Änderung des Energiegesetzes, um weiter zu funktionieren.

Fordern eine Verlängerung der nuklearen Lebensdauer: Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger, CDU-Chef Friedrich Merz, Ministerpräsident Markus Söder und Umweltminister Thorsten Faithr (von links)

Foto: Peter Kneffel/dpa

Merz sagte klar: „Wir wollen nicht zurück in den Dauerbetrieb.“ Der Weiterbetrieb von Kernkraftwerken soll jedoch einen elektrischen Notfall verhindern. So hat es Söder beschrieben. “Dies sollte kein dauerhaftes Ausreiseticket sein.”

Das Kernkraftwerk Isar 2 könne noch bis Juli 2023 mit bestehenden Brennstäben betrieben werden, sagte Merz. “Ich habe großes Verständnis dafür, Brennstäbe für eine längere Nachlaufzeit zu bestellen.”

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Aber das muss schnell gehen. Die Lieferzeit betrage neun Monate, erklärte Söder: „Im September wird es kritisch. Für Weihnachten ist es zu spät.“

Der bayerische Ministerpräsident sprach sich in dieser Woche in BILD für einen Betrieb von Atomkraftwerken bis 2024 aus. Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (51, Freie Wähler) fordert sogar, drei bereits stillgelegte Kraftwerke wieder mit Strom zu versorgen. Merz wollte sich dieser Klage jedoch nicht anschließen.

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