Die katholische Praxis konnte eine Scheidung nicht akzeptieren
Eine 52-jährige Frau steht wegen versuchten Mordes vor Gericht. Sie griff ihren Mann mit einem Messer an, weil er sich von ihr trennen wollte.
Die Frau, ihr Mann und ihre beiden Kinder.
Bewohner eines Mehrfamilienhauses in Miles standen Ende September 2020 unter Schock. “Alles war blutüberströmt. Der Mann lag auf dem Boden, die Frau saß auf ihm”, sagte ein Nachbar damals 20 Minuten hatte den Vorfall durch das Fenster des Jungen gesehen. Der Angreifer, ein 52-jähriger Modedesigner, soll versucht haben, ihren Ehemann zu töten müssen sich vor dem Bezirksgericht Miles verantworten.
Laut Anklageschrift verließ die Frau in der Nacht zum 30. September 2020 ihre Wohnung und fuhr mit dem Fahrrad zum nahegelegenen Wohnort ihres Mannes. In seinem Rucksack trug er unter anderem drei Messer, eine Flasche Brennspiritus, Streichhölzer und zwei Flaschen Kirsche. Sie klingelte und als ihr Mann die Tür öffnete, trat er ein, schloss die Tür ab und stach dem Mann „plötzlich und ohne Vorwarnung“, so die Anklage, mit einem versteckten Schneidemesser in Brust und Bauch.
Angeklagt wegen versuchten Mordes
In seiner Todesangst versuchte der Mann, die Tür zu öffnen und rief um Hilfe. Daraufhin habe ihm der 52-Jährige mehrfach in den Rücken und seitlich in den Oberkörper eingestochen. Der Mann verlor viel Blut. Wie die Staatsanwaltschaft schreibt, habe die Frau ihrem Mann während des Angriffs gesagt, dass sie kein Recht habe, weiterzuleben, und dass die beiden gemeinsam „spazieren“ würden, das heißt, sie würden sterben. Der Angeklagte sagte weiter, es sei “seine Schuld” und er könne “die Millionen” nicht nehmen. Sie setzte sich dann auf ihren Mann und nahm seinen Oberkörper für einige Minuten in seine Arme.
In diesem Haus hat sich kilometerweit Gewaltverbrechen ereignet.
Sack
Die Staatsanwaltschaft wirft dem 52-jährigen Mann versuchten Mord und Drohungen vor und fordert eine 13-jährige Haftstrafe, die zugunsten einer stationären Maßnahme aufgeschoben wird. Der Angeklagte habe heimtückisch und aus absolut trivialen Gründen gehandelt. Als praktizierende Katholikin konnte sie eine Scheidung nicht akzeptieren. Der Prozess findet am Donnerstag vor dem Miles District Court statt. (Tasche)