Insgesamt gab es 1.500 Veranstaltungen in mehr als 340 Kirchen in Wien, Niederösterreich, Tirol, Oberösterreich und dem Burgenland.
Wien (CAP) – Bis zu 250.000 Menschen nutzten am Freitag die vielfältigen Angebote der „Langen Nacht der Kirchen“. Diese Zahl gaben die Organisatoren am späten Abend bekannt. Insgesamt fanden 1.500 Veranstaltungen in mehr als 340 Kirchen in Wien, Niederösterreich, Tirol, Oberösterreich und dem Burgenland statt. Ein wichtiger Schwerpunkt in allen beteiligten Bundesländern war das Thema Frieden. Zu diesem Zweck boten die Kirchen zahlreiche Akte an. Die Wiener „Lange Nacht“ wurde um 19.45 Uhr bewusst unterbrochen, um fünf Minuten Stille zu ermöglichen, um über den Ukrainekrieg nachzudenken.
Wiens Hauptattraktion war wieder der Stephansdom. Bereits um 21 Uhr seien 10.000 Besucher gezählt worden, sagte Dompfarrer Toni Faber sehr zufrieden im Gespräch mit der Nachrichtenagentur Kathpress. Einige der Besucher besuchten bewusst bestimmte Themen des Programms, während andere einfach vorbeischauten „und vom Angebot positiv überrascht sind, mit staunenden Augen und offenen Mündern. Es ist eine große Freude, so viele hier bewirten zu dürfen.“ hat sagte. Faber, der dem Eingangsbereich des Doms erneut tausende Hände reichte.
Der Wiener Evangelische Superintendent Matthias Geist betonte im Kathpress-Interview die ökumenische Dimension der „Langen Nacht“. Er sei begeistert, „dass es uns wieder einmal gelungen ist, so viele Menschen und so viele Gemeinden zum Mitmachen zu motivieren.“ Das vielfältige Programm kam bei den Leuten sehr gut an, es war das erste Resümee von Geist. Auch die Evangelische Kirche beteiligte sich bewusst an einigen neuen Versuchen an verschiedenen Orten in Wien. Zum Beispiel mit einer Veranstaltung zu „Astronomie und Theologie“ oder dem „Pride Prayer“, einem ökumenischen Gottesdienst zur Regenbogenparade am Samstag.
Positiv äußerte sich auch der Wiener katholische Bischofsvikar Dariusz Schutzki. „Die Lange Nacht der Kirchen ist und bleibt ein großes Ereignis“, sagte Schutzki. Vielerorts waren die Verantwortlichen von der großen Besucherzahl positiv überrascht. Nach zwei schwierigen pandemiebedingten Jahren gab es in diesem Jahr eine „Renaissance“. Der Bischofsvikar sagte, er habe volle Kirchen gesehen, von unzähligen Interessierten besucht und gleichzeitig eine große Solidarität mit den Opfern des Ukrainekrieges erfahren.
In der Erzdiözese Wien beteiligten sich etwa 160 Kirchen an der „Langen Nacht“ und boten insgesamt etwa 900 Akte an. Im Bistum St. Pölten hatte 55 Kirchen mit etwa 170 Akten, im Bistum Linz 67 Kirchen mit etwa 220 Gutsopfern. Im Bistum Innsbruck gab es 37 Kirchen mit 100 Akten und im Bistum Eisenstadt 25 Kirchen mit etwa 110 Programmen. Am selben Abend fand auch in Südtirol und Tschechien die Lange Kirchennacht statt.
Die nächste „Lange Kirchennacht“ ist für Freitag, den 2. Juni 2023 geplant. Das gaben die Veranstalter ebenfalls am Freitagabend bekannt.
Das Thema Kathpress mit allen Berichten zur Langen Nacht der Kirchen 2022 abrufbar unter www.kathpress.at/langenachtderkirchen
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